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November 18 2013

16:24
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Trends in der Kommunikation

Am Freitag, 15. November 2013, war ich Vortragende auf einer Tagung für Führungskräfte und ÖffentlichkeitsarbeiterInnen der Diakonie Österreich. Es war ein intensiver und spannender Austausch "in ökumenischer Verbundenheit", wie hieß. Hier gibts für Interessierte meine Slides zum Nachlesen:


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Social Media
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Social Media
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Social Media

November 15 2013

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Trends in der Kommunikation
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Trends in der Kommunikation
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Trends in der Kommunikation

October 13 2013

18:34
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17:31

Mein Profil-Update

Ich habe grade meine Profile bei Xing und LinkedIn auf den neuesten Stand gebracht. Facebook war schon vor ein paar Tagen dran, da bin ich ja öfter unterwegs. Die erst genannten sind ja, so wie ich so nutze, nur bessere Telefonbücher. Und die sollten stimmen, um ihren Zweck zu erfüllen. Der Grund ist ein höchst erfreulicher. Ich habe es geschafft: Ich habe mein Theologiestudium abgeschlossen.

Yeah! Yeah! Yeah! Ich kann es immer noch nicht so recht glauben. Es ist noch nicht ganz echt, angekommen, innen drin. Aber doch schon 9 Tage alt, denn die Diplomprüfung war am 4. Oktober. Naja, vielleicht kann ich es dann glauben bei der Sponsionsfeier, die am 1. Februar ansteht.

Das "unecht"-Feeling hat vor allem einen biografischen Grund. 1990, vor 23 Jahren, habe ich das erste Mal an einer Uni inskripiert. Soziologie und Jus war es an der JKU. Jahre später habe ich im Bourdieu-Seminar gelernt, dass dieses "Fremd-Feeling" an der Uni für mich als "Arbeiterkind" nie weggehen wird und mir biografisch mitgegeben ist, eingeschrieben ist. Aber zu wissen, warum das so war, war doch manchmal aufschluss- und hilfreich.

Ich habe an der JKU nie fertig studiert, aber an der Uni durch mein Engagement in der ÖH, der Studierendenvertretung, echt viel gelernt. Das Packerl JKU-Scheine, die mir diese Tage wieder in die Hände gefallen sind, ist bescheiden ausgefallen. Jedenfalls waren es viel zu wenig für irgendeine Aussicht auf einen Studienabschluss.

Dann habe ich viele Jahre im Kunst- und Kulturbereich gearbeitet. Etwas, das ich auch wirklich gerne getan habe - und wo ich wieder viel gelernt habe und gestalten konnte. Aber irgendwie war da ein "nicht-genug"-Feeling - in zweifacher Hinsicht: eigentlich wollte ich schon ein Studium beenden und ich bin mit über 30 drauf gekommen, dass mir die rein innerweltlichen Antwortversuche nicht genug sind und dass, die_der, die_den wir "Gott" oder "Gött_in" nennen für mich von Bedeutung ist.

So habe ich die Spur der Theologie entdeckt. Im ersten Semester war ich ja eigentlich nur schnuppern auf der KTU und habe zwei Lehrveranstaltungen belegt - "schauen, ob die da eh was Gscheites machen" und ob das was mit Wissenschaft zu tun hat. Die KTU hat mich überzeugt und wurde forthin der Ort meiner religiösen Sozialisation (über das hinaus, was ich als Kind erlebte und was als Jugendliche einen radikalen Abbruch erfuhr).

Und es war lustvoll und sehr gewinnbringend dieses Studium. Die Theologie und die Philosophie hat mir Welten geöffnet: rational und persönlich. Als ich angefangen habe zu studieren, hatte ich keinerlei Idee, ob und was daraus jemals beruflich werden würde. Das war mir einfach egal. Es war einfach wunderbar an der Uni und ich nahm auch die nicht oft, aber doch, vorkommenden Pflichtlehrveranstaltungen, die mich nicht so interessierten, in Kauf. Das war sowieso selten, denn das Allermeiste habe ich immer geliebt. Vor allem auch das Gefühl, studieren und lernen zu können ohne gleich sofort zu fragen: "Ja, Immanuel Kant, Karl Rahner oder Mary Dily - und was nutzt mir das jetzt?". Im Hörsaal sitzen und da in strukturierter Weise neue Welten eröffnet bekommen: I love it!

Dieses Feeling konnte ich dann umso mehr genießen, als ich es gemanaget hatte, dass ich vier Jahre lang ohne viel berufliche Tätigkeit nebenbei mittels einer Outplacement-Stiftung eine Basisabsicherung vom AMS erhalten habe. Selbst vorher so unvorstellbare Dinge wie Alt-Griechisch zu lernen, machten wir enorme Freude.

Irgendwann kam dann die Zeit, wo ich doch wieder einen Job brauchte, um davon leben zu können. Heute sehe ich es als echte Fügung - von oben? ;-) - an, dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die Katholische Aktion OÖ ein neues Zielgruppen-Projekt für junge Erwachsene mit dem Inhalt der Internetkommunikation mit diesen startete und sie dafür eine Mitarbeiterin suchten. Superspannend, denn das Internet hatte mich ja sowieso schon immer begleitet. Ich bewarb mich, es passte für alle und ich kriegte den Job. Daraus hat sich so manches weiterentwickelt ... aber das ist eine andere Geschichte ;-)

Ich studierte natürlich weiter. Und es wurde mühsam. Je cooler und spannender mein Job wurde (und er wurde und ist es noch immer!), je mühsamer wurde das Studieren. Relativ gut gingen nach wie vor geregelte Teile mit Anwesenheit an der Uni, schwieriger war schon die Diplomarbeit. Diese ist sicher dann letztlich inhaltlich sehr gut geworden, hat aber wesentlich länger gedauert als ich es selbst gewollt hatte. Manchmal war ich da auch schon am zweifeln, ob es klug war ausgerechnet das Thema meiner beruflichen Arbeit auch zum Thema meiner wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeit zu machen. Whatever, heute eine müßige Frage. Die Diplomarbeit ist längst fertig und ab und zu freue ich mich selbst daran, wenn ich sie zur Hand nehme.

Was wirklich schwierig war, ist mein Scheitern beim ersten Antritt bei der Diplomprüfung. Nichts hat gepasst zu dem Zeitpunkt und es hat ziemlich lange gedauert bis sowohl die notwendigen Rahmenbedingungen als auch mein eigenes Feeling zum Studium wieder in Balance waren. Geholfen haben mir dabei sicher die Erinnerungen an die vielen schönen Jahre an der Uni, an die tollen Seminare, an die Freude bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Theologie und nicht zuletzt an die Menschen an der Uni. Mühsam war es zum Schluss, echt. Ich hatte das wirklich nicht clever angegangen. Aber, whatever: es hat geklappt. Es ist gut. Sehr gut. Sehr, sehr gut.

Ich geniesse es noch immer - und ich glaube das wird noch eine Weile anhalten. Ein bisschen Uni-Feeling gibt es sowieso noch, weil ich ja im Bereich Philosophie und Kunstwissenschaften, meinem Zweistudium, noch ein paar Scheine offen habe und so der Uni erhalten bleibe. Das werde ich wohl mit einer neuen Leichtigkeit machen können und auch alles andere, was ich noch so tun werde in Zukunft.

Studiert alle Theologie! Das beste Studium ever! Echt.

Foto: Flickr CC by-nc-sa clspeace

Tags: Theologie

September 19 2013

16:18

Freundschaft 2.0 | ~ andreame

from ~ andreame
Tags: andreame
16:18

Freundschaft 2.0 | ~ andreame

from ~ andreame
Tags: andreame
16:10

Freundschaft 2.0

Für die Zeitschrift "neue gespräche", herausgegeben von der AKP - Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e.V., habe ich einen Beitrag zum Thema Freundschaft geschrieben. Danke an Uli Berens für die redaktionelle Bearbeitung.

Freundschaft 2.0

„Ich habe 137 Freunde.“ Solche Aussagen lassen den Wert des Internets für die Pflege von Beziehungen fragwürdig erscheinen. Vier Klarstellungen und Überlegungen. Von Andrea Mayer-Edoloeyi

1. Freund_innenschaft im Internet: Das Thema ist in der öffentlichen Diskussion von vielen Missverständnissen geprägt. Ein beträchtlicher Teil davon beruht auf einem Übersetzungsproblem: Der Begriff friend im Englischen meint den weiteren Bekanntenkreis, der Begriff Freund_in im Deutschen bezeichnet dagegen traditionell einige wenige Menschen, mit denen ich engere, vertrautere Beziehungen pflege. Über Facebook bin ich wohl auch mit einigen engen Freund_innen verbunden, den Großteil dieser Beziehungen bilden aber Beziehungen zu friends - zu losen Bekannten.

2. Das Beziehungsmanagement im Social Web ist also oft ein Management von „weak ties“, eines erweiterten Freundes- und Bekanntenkreises. Diese „weak ties“ spielen jedoch nach der soziologischen Netzwerktheorie eine wichtige Rolle für den Aufbau von Sozialkapital. Die engsten Beziehungen („strong ties“) werden online wie offline gepflegt; der Termin für den Kaffeetratsch wird vielleicht auf Facebook arrangiert, der gemeinsame Kaffee wird aber immer noch in der Kohlenstoffwelt getrunken. Der Facebook-Erfinder Marc Zuckerberg sagt dazu ganz prägnant: „Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht. Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiss nicht was Freundschaft bedeutet.“

Viele Jugendliche, die im Social Web besonders aktiv sind, verwenden große Kreativität darauf, um den Unterschied zwischen den „weak ties“ und „strong ties“ deutlich zu machen. Selbst dann, wenn der geschlossene Software-Code einer Social Networking-Site die spezifische Kennzeichnung enger FreundInnen nicht vorsieht, entwickeln sie diffizile Strategien, um ihre Kontakte zu unterscheiden, zum Beispiel über eindeutig benannte Fotoalben oder Verlinkungen auf Fotos. Dazu passt, dass Jugendliche seit Jahrzehnten als Lieblingsbeschäftigung faktisch unverändert „Mit Freunden treffen“ angeben. Überhaupt hat sich das Freizeitverhalten von jungen Menschen kaum nennenswert verändert; die ständige mediale Begleitung ist aber dazu gekommen.

3. Ein Start bei Facebook setzt in der Regel bestehende Beziehungen voraus. Das heißt: Ich nutze Facebook, um mit meinen Freund_innen, Bekannten, Verwandten in Beziehung zu bleiben. Auch die allmähliche Ausweitung des Beziehungsnetzes, die sich dann entwickelt, beruht in der Regel wieder auf gemeinsamen Bekanntschaften. Twitter ist anders: Es arbeitet nach dem „Follower-Prinzip“. Das bedeutet, ich „folge“ jemandem, indem ich seine Nachrichten (genannt „Tweets“, bestehend aus maximal 140 Zeichen) abonniere und dann automatisch mitlesen kann. Wenn das Gegenüber meinem Twitter-Account „folgt“, kann er meine Nachrichten mitlesen.

Meine friends auf Facebook habe ich also meist auch schon face-to-face getroffen, sie waren mir schon vorher näher oder weitläufiger bekannt. Meine follower auf Twitter dagegen habe ich meist dort erst kennen gelernt. Denn auf Twitter suche ich mir in der Hauptsache Anbieter_innen aus, deren Themen mich interessieren. Das kann Barack Obama sein oder die „Frankfurter Allgemeine“; mit beiden muss ich nicht befreundet sein, um follower zu werden. Twitter ist also stärker thematisch gruppiert. Allerdings bringt mich das Interesse am gleichen Thema möglicherweise mit Leuten in Freund_innenschaft zusammen, die ich vorher nicht kannte.

Das heißt: Die unterschiedliche Struktur der jeweiligen Social Media bringt einen unterschiedlichen Umgang mit Beziehungen mit sich. Ich möchte beides nicht missen und kann insbesondere sagen, dass ich manche mittlerweile zu meinen engen Freund_innen zähle, die ich ohne Twitter nie kennen gelernt hätte. Mittlerweile finde ich es nicht mehr ungewöhnlich, Bekannte von Twitter auch face-to-face zu treffen.

4. Das Social Web schafft durch die Möglichkeit der Anonymisierung neue Chancen. Ist das interessante Gegenüber, dass ich im Web als „BoingBoing“ kenne, nun alt oder jung, Mann oder Frau, „schwarz“ oder „weiß“, Professor oder Sponti? So manche interessante Überraschung habe ich da schon erlebt. Die Anonymität erleichtert es mir auch, aus meiner „Deckung“ zu kommen, mich zu offenbaren, zu zeigen, wie ich wirklich bin. Ein Beispiel: Der Hashtag (Schlagwort) #aufschrei bündelte in kurzer Zeit unzählige Berichte über Alltagssexismus. Er animierte viele Frauen und Männer, im Schutz der Anonymität ihre Erfahrungen zu erzählen; in kurzer Zeit kamen tausende, zum Teil sehr berührenden Tweets zusammen. Aus dem Netz wanderte das Thema zurück in die etablierten Medien und in die Politik, eine Wirkung, die zuvor noch kein Hashtag in Deutschland hatte; #aufschrei wurde dafür mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet.

Es lohnt sich darum darüber nachzudenken, wo sich durch die Kommunikation im Internet auch neue Chancen ergeben, sich vorurteilsfrei, offen und jenseits festgelegter Rollenklischees zu begegnen, und ob neue Freund_innenschaften möglich werden, die so einfach ohne das Internet nicht entstanden wären. Denn das Internet lässt mich ja zunächst einfach nur das wahrnehmen, was da jemand schreibt und mit seinen friends und followern teilt. Dabei bleibt das Faktum, dass mein Gegenüber im Internet zum Beispiel gehörlos ist oder ein schlimmes Flüchtlingsschicksal hat, für meine Begegnung und meinem Umgang mit ihm nicht entscheidend.

Das Social Web kann darum neue Freiheiten schaffen, womöglich Vorurteile abbauen und Freund_innenschaften jenseits von meinen bisherigen sicheren Gewohnheiten ermöglichen.

Foto: Flickr CC by-nc-sa amanda.venner

September 16 2013

08:21

September 13 2013

20:19

Feel the blood | ~ andreame

from ~ andreame
Tags: andreame
20:19

Feel the blood | ~ andreame

from ~ andreame
Tags: andreame
20:09

Feel the blood

Das hat Wolfie C. treffenderweise bei diesem Video kommentiert. Und doch ist es phaszinierend zu sehen, wie sich die Grenzen Europas seit dem Jahr 1000 bis heute verschoben haben.

Tags: Politik
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