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October 13 2011

10:34

Bloggen wider Marketinganleitungen

mms"Bloggen wider Marketinganleitungen" - so hat Helga von der Mädchenmannschaft meine dortige Vorstellung betitelt. Ja, so ist das ;-)

Ich habe mich sehr über diese Einladung, mich bei der Mädchenmannschaft, einem der spannendsten feministischen Blogs im deutschsprachigen Raum, vorzustellen, gefreut. Der Beitrag ist in der Serie WWW-Girls erschienen.

Wer die Mädchenmannschaft noch nicht kennt, sollte sich dort generell mal umtun! Schwere Empfehlung!

April 04 2011

08:51

February 16 2011

22:25

February 02 2011

10:58

Die Kirche 2.0 Links im Januar 2011

Und wieder mal meinen Feedreader und meine Delicious-Links ausgepackt und eine Menge an interessanten Tipps für kirchliche Engagierte im Kontext Social Media gefunden. Ich hoffe, es ist was dabei, was Du brauchen kannst. Wenn Du Hinweise für mich hast, besonders zu spannenden Social Media Projekten der Kirche, freue ich mich sehr!

Best Practice: Aus der kirchlichen Social Media Praxis

Dieses Blog ist nicht perfekt Die Caritas Deutschland ist ja sowieso gut für einen interessanten Zugang zu Social Media. Jahresthema ist 2011 "Kein Mensch ist perfekt. Behinderte Menschen: Menschen wie du und ich". Neben einen interessanten Blog wurde dabei auch eine vielversprechende Einbindungsstrategie für die Blogosphäre gewählt, in dem es witzige Banner für Blogs gibt. Tolle aktivierende Idee!

Die Blumengrüße für KrebspatientInnen via Facebook des Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz sind definitiv ein Best Practice. Aber da habe ich ja gestern schon drüber gebloggt.

Seit Anfang des Jahres wird seitens der Kommunikationsbüros der Diözese aktiv gefacebooked und getwittert. Mal sehen, wohin die Reise geht, persönlich zu kommunizieren ist jedenfalls meiner Meinung nach der richtige Weg. Als Diözese ist das aber aufgrund der Vielfalt der Themen und auch möglicher Erwartungen sehr unterschiedlicher Gruppen sicher nicht einfach. Ein schönes Beispiel wie eine Diözese via Facebook kommunizieren kann, ist für mich das Bistum Osnabrück.

Gottblog

So macht man/frau die Leute schon vorab neugierig: Die Katholische Jugend der Diözese Innsbruck kündigt für die Fastenzeit den gottblog.at an.

Kirche und Social Media

Frischfischen.de schreibt über das Coca-Cola Facebook-Prinzip. Es geht dabei darum, dass es dieses Unternehmen geschafft hat, die Initiative von Fans der Marke positiv aufzugreifen und die Facebook-Präsenz gemeinsam mit ihnen weiterzuführen. Ein Tipp, den ich in kleinerem Rahmen gerade auch eine kirchennahen NPO gegegeben habe - und wo ich sehr davon überzeugt bin, dass diese nachhaltige Strategie der Kooperation allen in der Kirche gut ansteht.

Medienberichte zum Thema Kirche im Web 2.0 gab es im Jänner einige. Anlass war meist die Botschaft des Vatikans zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel (Blogeintrag). Die Futurezone hat mit Kathpress gesprochen: Die Kirche auf Facebook-Mission. Ein Beitrag, mit einigen Zitaten von mir, in den OÖ. Bezirksblicken: Social Media ist eine Bottom-up-Bewegung in der Kirche.

… und sonst noch im Social Web

Bloggen kostet viel Zeit. Nein, so einfach ist das nicht. Die Politikwissenschaftlerin und feministische Theologin schreibt, warum sie nicht für uns schreibt und was ihr das regelmässige Bloggen für die Ordnung ihrer Gedanken bringt.

Der Grund dafür, warum ich das Bloggen nicht als zeitliche Belastung empfinde, ist einfach der, dass es keine verlorene Zeit ist. Keine zusätzliche Zeit. Bloggen ist keine PR-Aktion, nichts, was ich in erster Linie für ein imaginiertes Publikum betreibe, mit einem "Auftraggeber" im Kopf sozusagen, sondern zu allererst für mich selbst. So wie das Lesen, das Diskutieren mit anderen, das Dinge Erleben.

Die Wikipedia kann mitgeschrieben werden. Doch nicht immer sind die Ergebnisse richtig oder positiv. Dann gilt es aber überlegt vorzugehen. Wie das geschehen kann, erklärt PR-Blogger Klaus Eck in PR-Doktor-Blog.

Viele, die sich intensiv mit Social Media beschäftigen nervt die oft undifferenzierte und manchmal auch schlichtweg unrichtige Berichterstattung der Printmedien zum Thema. Es geht ja nicht darum, z.B. die Datenschutz Policy von Facebook gut zu reden, aber fachliche Kompetenz und ethische Standards dürfte man sich eigentlich schon erwarten. Der pointiert getitelte Beitrag Eure Doppelmoral kotzt mich an bringt die Problematik auf den Punkt: Wer selbst im Glashaus sitzt, wie es die großen Verlagshäuser als Datensammler tun, darf halt auch nicht mit Steinen werfen. Positiv überrascht bin ich in diesem Kontext auf beim neuersten Beitrag im Profil über Facebook. Geht doch!

Dass ich Social Gaming für einen wichtigen Trend halte, habe ich hier ja schon mal näher erläutert. Warum erklärt dieser Beitrag ganz hervorragend Wie der Follower zum Player wird.

Ein schöner Grundsatzartikel über Nutzungsbereiche von Social Media in Unternehmen - der lässt sich gut auch mit "Kirche" statt "Unternehmen lesen".

Auf Facebook bezogen eine schöne kompakte Zusammenfassung zum Community-Building bei Facebook-Seiten beim socialmedia-Blog.

Das Institut für Kommunikation in sozialen Medien bringt eine schöne Übersicht über Social Media Studien im Jahr 2010. Eine Fundgrube für alle, die tiefer graben wollen!

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eigentlich kein Social Media Thema. Da aber Aktivitäten in verschiedenen sozialen Netzwerken und auf unterschiedlichen Plattformen Links generieren, kann der Social Media Einsatz sehr wohl einen Beitrag dazu leisten, dass die eigenen Inhalte besser im Web gefunden werden. Wer immer schon wissen wollte, was SEO ist, findet bei Fundraising 2.0 einen guten Einstieg ins komplexe Thema.

Für alle, die sich erstmals ans Filmemachen (für YouTube?) wagen möchten, bietet das neue Linzer Jugendmagazin "Frischluft" ein praxisbezogenes HowTo.

Bei den Social Media Guides geht es um die Kultur der Pause. Wie war das mit der kürzesten Definition von Religion? Unterbrechung.

Was Lustiges zum Schluss, aber durchaus mit einer Portion Inhalt: Denn "Freigaben" von Texten und Social Media vertragen sich nicht. Wer es nicht glaubt, liest sich diese Geschichte mal durch.

>Die Kirche 2.0 Links im Dezember

> Die Kirche 2.0 Links im November

> Die Kirche 2.0 Links im Oktober

> Die Kirche 2.0 Links im September

> Die Kirche 2.0 Links im August

January 16 2011

13:08

January 05 2011

19:41

Die Kirche 2.0 Links im Dezember

Schon ist es 2011. Ich hoffe, ihr habt Weihnachten und den Jahrenwechsel gut gefeiert. Allen LeserInnen wünsche ich Gottes Segen für das neue Jahr. Die Linksammlung zum Thema Kirche und Social Media gibt es diesmal aufgrund der Feiertage mit ein paar Tagen Verspätung. Neu ist der Bereich Best Practice. Mir kommen laufend schöne Beispiele unter, wie Social Media genutzt werden kann. Diese möchte ich hiermit auch monatlich mit Euch teilen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit ;-) .... und wie immer dankbar für weitere spannende Hinweise, Anmerkungen und Kommentare.

SternsingerInnenBest Practice: Aus der kirchlichen Social Media Praxis

Ein schönes Einsatzfeld von Google Maps: SternsingerInnen aus ganz Österreich finden sich auf der Landkarte und dazu gibts aktuelle SMS und Fotos der engagierten Kinder und ihrer BegleiterInnen.

Eigentlich ganz simpel, aber sehr nett und praktisch: Das Pfarrblatt von Kremsmünster gibt es ab sofort nicht nur als PDF-Download, sondern mit Hilfe von Issuu auch zum Blättern direkt auf der Webseite. Ähnliches habe ich auch schon bei manchen KJ-Seiten gesichtet.

Und etwas Ähnliches, aber ein anderes Tool: Die Terminübersicht der Pfarre Marcel Callo (Linz-Auwiesen) ist mit dem Google Kalender gelöst. Sehr praktisch, weil dieser ja auch einige weitere praktische (interne) Features anbietet und so keine zwei Kalender geführt werden müssen. Ähnliches gibts auch bei der KJ.

Auf reformiert.info, der evangelisch-reformierten Zeitschrift für die deutsche und rätoromanische Schweiz, finden sich zwei schöne Vorstellungen von kirchlichen Social Media Nutzern. Abt Martin Werlen (Kloster Einsiedeln) erzählt, warum und wie er twittert und Pfarrer Lutz Fischer-Lamprecht (reformierte Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof) erklärt, wie er Facebook nutzt. (via)

Nutzen Sie Facebook für professionelle Zwecke? Zum Beispiel für die Seelsorge? Unter Seelsorge verstehe ich Anteilnehmen am Leben der anderen. Das ergibt sich auf Facebook automatisch, zum Beispiel wenn Freunde mir bei Fieber gut zusprechen. So stehe auch ich anderen mit Anteilnahme, Zuhören und Rat bei, zum Beispiel bei Liebeskummer oder Trennungen, und bin in gewissem Sinne Seelsorger. Auf Facebook kommuniziere ich aber in erster Linie privat.[…] Warum leisten Sie auf Facebook keine professionelle Seelsorge? Facebook ist für persönlichere Anliegen zu öffentlich. Es lebt davon, dass Leute die Pinnwand lesen und kommentieren. Professionelle Seelsorge ist hingegen sehr persönlich, und Facebook widerspricht dem Seelsorge- geheimnis. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich aus einem Facebook-Eintrag Seelsorge entwickelt, die dann in der persönlichen Begegnung fortgeführt wird. Nur die wenigsten stellen ihre wirklichen Probleme ins Netz.

Eigentlich nicht mehr ganz aktuell. Doch es ist ein schönes Anwendungsbeispiel für die kirchliche Nutzung einer Iphone- bzw. Ipad-App: Weihnachtsgottesdienste aus ganz Deutschland landeten damit ganz praktisch direkt bei potentiellen Mitfeiernden. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Kirche hier noch mehr an passenden Angeboten überlegen muss, Mobiltelefone als Medienzentrale werden immer wichtiger.

Kirche und Social Media

Wikleaks, Whistleblowing, war natürlich auch aus christlicher Perspektive Thema im Dezember. Interessant sind die Aussagen von Ex-Styria-Chef Pirker. Er meint, dass sich auch die Kirche an solche Phänomene gewöhnen wird müssen und sich besser proaktiv im Sinne der Transparenz verhalten soll. Das ist wohl auch das, was in jeder Social Media Guideline zur Krisen-PR steht (zum Beispiel hier).
Der deutsche Medienethiker Alexander Filipovic sagt zum konkreten Phänomen Wikileaks, dass das weder vorschnell zu verurteilen noch hochzujubeln sei. Er plädiert für mehr Transparenz in der Politik, hinterfragt aber die von Wikileaks praktizierten Methoden, insbesondere den InformantInnenschutz und ethische Standards des Journalismus. Da gebe ich ihm vollkommen recht, allerdings gilt das wohl auch für traditionelle Medien, die genauso die Pressefreiheit für sich einfordern wie es Wikileaks nun auch tut. Und selbst wenn es da nicht immer zum Besten bestellt ist (wie z.B. die Medienwatch-Blogs Kobuk.at und Bildblog.de tagtäglich zeigen), ist da auch kein Grund Zensur der Medien einzufordern. Schon eher geht es um eine Verbesserung ethisch-journalistischer Standards generell, egal ob im Internet oder im Printbereich.

Christian Wode formuliert (anschließend an seine Diplomarbeit) im weckenblog Fünf Thesen: Die Kirche und das Web und empfiehlt den Weg direkt in die Communities, wo die Menschen aktiv sind. Sendezeit verweist auf einen Beitrag von Alexander Görlach, Herausgeber und Chefredakteur von The European, der eine Vision von Kirche und Medien 2025 formuliert. Wie bewältigt die Kirche den "Epochensprung gutenbergschen Ausmaßes"?

… und sonst noch im Social Web

Saferinternet.at bietet einen ganz frischen Ratgeber für Eltern. Die Themen: Internet-Abzocke, Gefährdung der Privatsphäre, Cyber-Mobbing, ungeeignete Inhalte, Urheberrechtsverletzungen, exzessive Internet- und Computernutzung, das Handy – privates Medium der Kinder und empfehlenswerte Websites für Kinder. Die Grundhaltung dabei ist entscheidend: "Je mehr Sie sich für die Internetnutzung Ihres Kindes interessieren, umso besser können Sie mit ihm darüber reden, es unterstützen und anleiten.".

Lesenwerte 25 Top Tipps zum Gewinnen von Facebook Fans – mehr Fans auf Facebook gibt es im Online-Marketing Blog.
Aber Achtung! Im Social Web zählen Qualitäten mehr als Quantitäten - das stellt Mark Leinemann sehr anschaulich im Beitrag Word of Mouth als Treibstoff von Social Media dar. Im Marketingjargon heisst es da, dass Märkte Gespräche sind und Social Media KEIN buchbares Medium ist, sondern ein Netzwerk vieler Menschen. Insofern ist aus kirchlicher Perspektive zu fragen, wie wir es erreichen, dass viele Menschen über Gott, ihre Religion, ihre christlichen Werte und ihr Engagement in ihrem Netzwerk reden. Ich meine, dass ist allemal spannender und authentischer als bloss Werbung auf Facebook zu buchen.

Wie MitarbeiterInnen zum Bloggen motiviert werden können wird im Socialmedia-Blog zum Thema gemacht.

Obligatorisch (?) zur Jahreswende: t3n hat ExpertInnen zur den Social Media Mega Trends 2011 befragt.

Ein politisches Thema zum Schluss, wo ich meine, dass es viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte: Netzneutralität. Dabei geht es darum, dass jedes Datenpaket im Internet gleich behandelt wird (der Grund für den Erfolg dieses Netzes) und nicht diejenigen, die mehr zahlen, besser. Das ist letztlich eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, der Gleichheit und der Meinungsfreiheit. Das ist leider einiges im Gange, das in die falsche Richtung, in Richtung eines Zwei-Klassen-Internets weist. Georg Holzer schreibt dazu in der Futurezone.

> Die Kirche 2.0 Links im November

> Die Kirche 2.0 Links im Oktober

> Die Kirche 2.0 Links im September

> Die Kirche 2.0 Links im August

 

Foto SternsingerInnen: Markus Leodolter/DKA

December 02 2010

11:54

November 29 2010

18:41

November 14 2010

18:21

Ich will bloggen! Wie geht das ....

Viel wird darüber diskutiert, manche denken daran, selbst ein Blog zu starten, andere reden davon, daß Bloggen längst out ist und Twitter und Social Communities diese Internettagebücher ersetzt haben. Gerade eben ist auch das World Blogging Forum in Wien über die Bühne gegangen, in Berlin gab vor einer Weile auch schon mal eine christliche BloggerInnentagung.  Für mich ist Bloggen jedenfalls nicht out, geändert hat sich aber in den letzten Jahren die Kontextualisierung von Blogs: Viele BloggerInnen twittern auch, viele Blogs haben eigene Facebook-Pages oder kommunizieren neue Blogeinträge über ihr Facebook-Profil und erweitern so ihre LeserInnenschaft. Ein Blog ist so wie andere Social Media auch ein Teil des Medienmixes - und dabei ist es egal, ob das aus der Perspektive einer bloggenden Einzelperson gesehen wird oder aus aus der Perspektive einer Organisation oder Initiative, die ein Blog betreibt.

Blog  Foto: rcade

Hier möchte ich nun die Grundlagen des Bloggens darstellen, inhaltlich wie technisch. Das, weil ich sehr davon überzeugt bin, dass Bloggen gerade auch im kirchlichen Kontext Zukunft hat. Es geht für ChristInnen oft um Themen und Fragestellungen, wo eine Statusmeldung in Facebook oder 140 Zeichen auf Twitter einfach nicht ausreicht um darüber sinnvoll zu kommunzieren und mit Anderen ins Gespräch zu kommen. Dafür gibt es dann (neben dem persönlichen Gespräch!) das Blog - verbunden mit dem Netzwerkeffekt, das das Bloggen auslösen kann, wenn es entsprechend netzwerkend betrieben wird. Und: Gerade wenn es um Glaube, Religion, Sinnfragen geht, kommunizieren Menschen eben lieber mit Menschen, die als solche sicht- und spürbar werden, als mit abstrakt anmutenden Institutionen. Da kann Bloggen ein Baustein sein auf dem Weg, Kirche wieder erlebbarer zu machen für Menschen, die ihr vielleicht auch fern stehen.

Was ist das überhaupt, ein Blog? Wikipedia dazu: 

Ein Blog [blɔg] oder auch Web-Log [ˈwɛb.lɔg], engl. [ˈwɛblɒg], Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.

Neben den umgekehrt chronologisch aufscheinenden Einträgen verfügt ein Blog typischerweise über eine Kommentarmöglichkeit (manchmal ganz offen, manchmal moderiert), eine Pingback-/Trackback-Funktion, die automatisch verlinkte andere Seiten benachrichtigt, sofern diese auch diese Funktion aktiviert haben,  einen RSS-Feed, eine Blogroll mit Links zu anderen Blogs, die der/die BloggerIn interessant findet und oft auch eine Tagcloud, eine Wolke mit Stichworten, die zu den einzelnen beschlagworteten Beiträgen führen. Typisch für Blogs ist auch, dass viel verlinkt wird. Damit entsteht ein Netzwerk, der/die BloggerIn kommt ins Gespräch, wird Teil der Blogosphäre.

Wie wird da kommuniziert, im Blog?

Persönlich, authentisch und nochmal persönlich. Das heisst jetzt nicht, dass ein/e BloggerIn jedes Detail seines/ihres Privatlebens breittreten muß, aber Pressetexte oder andere sterile Textsorten gehören nicht in Blogs, sondern z.B. in den Newsbereich einer Webseite. Am ehesten ist ein Blogeintrag mit einem Kommentar in einer Zeitung vergleichbar, denn auch beim Bloggen ist die eigene Meinung gefragt. Theologisch passend finde ich es, sich dabei die viel zitierten Stichworte aus Gaudium et Spes "Freude und Hoffung, Trauer und Angst der Menschen von heute" in Erinnerung zu rufen. Das was einen selbst bewegt, das gehört in einem Blogeintrag.

Das Bilder und Videos die Sache auflockern ist klar und viele BloggerInnen binden auch andere Social Media via Widgets ein (z.B. eine Facebook-Like-Box oder den aktuellsten Tweet). Es gibt z.B. aber auch reine Fotoblogs.

Welche Arten von Blogs gibt es?

Es gibt solche Internettagebücher, die von Einzelpersonen betrieben werden. Da gibt es Leute, die bloggen zweimal am Tag, andere wiederrum einmal im Monat oder ganz unregelmässig. Oft schließen sich aber auch Blog-Interessierte zusammen und betreiben ein Gemeinschaftsblog, bei den einzelnen Beiträgen erscheint da ja sowieso der Name des/der Bloggerin auf. Betreiben Unternehmen Blogs, um einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, spricht man/frau von Corporate Blogs.

Ja, und, wie tue ich da jetzt genau, damit ich zum Bloggen komme?  Es gibt dafür mehrere Möglichkeiten:

1. Ein eigenes Blog betreiben

  • Auf Webspace (bei fast jedem Internetprovider) kann man/frau (kostenlosen) OpenSource Blogsoftware wie bspw. Wordpress selbst installieren. Dabei ist zu beachten, dass es nicht beim Installieren bleiben darf, sondern solche Software regelmässige Sicherheitsupdates braucht, das Blog soll es ja länger geben. Für alle, die Lust auf Technik haben, eine feine Variante, weil sie auch über die größten Freiheiten in der Gestaltung verfügt. Für alle, die sich aber nicht regelmässig mit technischen Feinheiten abplagen mögen, aber nicht zu empfehlen. Aber natürlich gibt es auch Firmen, die diese Dienstleistung der technischen Betreuung anbieten.
  •  Einfacher geht es, wenn man/frau eine der vielen kostenlosen BloggerInnenplattformen nutzt, z.B. wordpress.com. Einfach anmelden, angeben, daß man/frau ein Blog will, eines der Designs aussuchen und ein paar Seitenelemente anpassen und schon gehts los. Einarbeitszeit würde ich bei Leuten mit normalen Computerkenntnissen und ein bisserl Lust aufs Entdecken sagen: maximal ein Nachmittag.
  • Noch einfacher ist es, wenn man/frau irgendwo mitmacht, wo sowieso schon gebloggt wird. Das kann ein Gemeinschaftsblog sein zu einem Thema über das man/frau sowieso selbst schreiben will oder einfach auch das Zusammenreden mit FreundInnen, Bekannten oder KollegInnen. Wir hier bei ThemaTisch laden Blog-Interessierte ChristInnen ganz herzlich ein, hier mitzubloggen. Unterstützung jeglich notwendiger Art gibts da auch dazu.

Beispiele: 

  • Blogs aus Österreich werden hier in einer Google Docs Liste gerade gesammelt (also, wer schon eins hat: eintragen! ).
  • Eine Auswahl von christlichen BloggerInnen aus Österreich findet sich in der Blogroll (rechts, runterscrollen) hier auf ThemaTisch im Blogbereich.
  • Sendezeit, der Blog der Medienpastoral der Erzdiözese Freiburg, lädt gerade christliche BloggerInnen aus dem deutschsprachigen Raum ein, sich mittels eines BekennerInnenschreibens vorzustellen (ich hatte schon das Vergnügen).

2. Das Blog als Teil einer bestehenden Website

Viele Organisationen haben sowieso schon eine eigene Website und möchten diese durch ein persönlich gehaltenes Blog erweitern. Wie das technisch geht, lässt sich generell nicht sagen, denn es kommt einfach darauf an, welches Content Management System (Drupal, Joomla, Typo3, ...) eingesetzt wird. Da gilt es den/die WebmasterIn zu kontaktieren und ich würde mal annehmen, dass es dafür meist eine Lösung gibt. Sonst kann noch immer von einer bestehenden Website zum externen Blog (sh. Punkt 1) verlinkt werden.

Inhaltlich wichtig erscheint mir bei dieser Variante, sich darüber im Klaren zu werden, welche Inhalte künftig über die News-Bereich der Website kommuniziert werden und was Inhalte für das Blog sind. Auch personell muß der/die Website-UpdaterIn nicht unbedingt ident sein mit den BloggerInnen.

Beispiel: Weblog der Jugendkirche Wien

3. Die Website als Blog

Wer noch keine Website hat oder wer sowieso eine ganz alte Seite neu machen will, sollte auch darüber nachdenken, ob ein Blog nicht eine passende Variante ist, überhaupt die klassische Website zu ersetzen. In ganz großen Organisationen wird das wohl nicht der Fall sein, in kleineren ist das eine Überlegung wert. In ein Blog können statische Seiten integriert werden, die dann z.B. Grundinformationen über die Organisation (Anliegen, Team, Öffnungszeiten, ...) enthalten. Besonders interessant ist diese Variante dann, wenn auch andere Social Media genutzt werden, z.B. die Fotos sowieso auf Flickr landen, Termine über den Google Kalender übersichtlich dargestellt werden usw.

Beispiel: Lehrlingszentrum ZOOM Linz

So, ich hoffe, ich habe Lust aufs Bloggen gemacht. Ich selbst mache das seit mehr als zwei Jahren und erlebe immer wieder positive Überraschungen, was da an Feedback kommt. Noch ein ganz wichtiger Tipp für potentielle BloggerInnen: Andere Blogs lesen!  Nur durchs "Zuhören" gewinnt man/frau einen wirklichen Eindruck von dieser wunderbaren Kommunikationsform.

Wer Diskussionsbeiträge oder Fragen hat beim Einstieg, kann sie gerne hier im Kommentarbereich anbringen.
Ist ja ein Blog ;-)

November 12 2010

21:16

October 03 2010

14:25

Die Kirche 2.0 Links im September

Auf einige aktuelle Blogartikel und Projekte habe ich im Beitrag über Social Media im Kontext der katholischen Soziallehre schon hingewiesen, aber es gibt noch mehr in der Web-Rund-um-Schau im schon vergangenen September.

Kirche und Social Media

Alljährlich gibt es im September den Welttag der sozialen Kommunikationsmittel und dazu eine Botschaft des Papstes. Benedikt XVI stellt das Thema Web 2.0 in den Kontext des Priesterjahres. Er zitiert Paulus  „Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“ (1 Kor 9,16) und ermutigt, diesen Kommunikationsraum zu erschließen, auch für "diejenigen [...], für die Gott noch ein Unbekannter ist". Warum diese Ermutigung nur für die Priester, nicht aber genauso für Laien, für alle ChristInnen, gelten soll, erschließt sich mir aber nicht.
Katholisch.de hat eine Themenseite zum Mediensonntag erstellt (via).

Twitternder Pfarrer
Zeichnung: Peter Esser via Sendezeit.

Bei Frischfischen werden zwei Beispiele vorgestellt, wie Jugendferienlager via Social Media begleitet werden können: Ferienfreizeit 2.0. Schon für 2011 planen?

Zudem gibt es einen kritischen Beitrag zum neuen Bible Online Game.

Und ich hatte die Ehre über Barcamps zu schreiben und unser Barcamp in Linz vorzustellen.

iChurch verweist auf einen Beitrag auf den evangelischen Best Practice Plattform geistreich.de zum Thema Social Media. Fünf Faktoren werden genannt, wie die Kirche das Web 2.0 richtig nutzt: 

  • Qualität in Inhalt und Optik
  • Relevanz für den Alltag
  • Dialog wirklich wollen
  • Offenheit für Gäste und Besucher
  • Trends setzen, anstatt ihnen hinterherzulaufen

Veranstaltungshinweise

Die Pastoraltage 2010 in Kärnten: www.wortgottes-web-und-welt am 22. und 23. Oktober widmen sich dem Internet.

Für manche etwas überraschend hat Papst Benedikt XVI. vor einem Jahr in einer sehr positiven Stellungnahme auf die großen Vorteile und Herausforderungen des Internets hingewiesen: „Insbesondere die jungen Menschen haben das enorme Potential der neuen Medien erfasst, Verbindung, Kommunikation und Verständnis unter Menschen und Gemeinschaften zu fördern…“
In unserer Diözese möchten wir uns sehr bewusst den Herausforderungen der neuen Medien stellen, sie kritisch beleuchten und ihre Gefahren wahrnehmen, vor allem aber einen positiven Zugang zu ihnen suchen.

Die Gesellschaft katholischer Publizisten (GKP) in Deutschland lädt für den 11. Oktober ein zu einem Symposium mit dem Titel "Der blockierte Medienriese". Die Einladung gibt es als PDF. Der Blog Sendezeit hat recht, dass es fein ist, dass da auch junge Leute eingeladen werden, ihre Sicht als Digital Natives darzustellen, ich würde mir da - und nicht nur da - auch mehr Frauen am Podium wünschen.

Wir hätten einen Aufschrei erwartet, als vor einigen Wochen der neue MDG -Trendmonitor „Religiöse Kommunikation 2010“ in Freiburg vorgestellt wurde. Denn die Ergebnisse waren ernüchternd: die Bistumspresse ist weiterhin im Abwärtstrend, Alternativen kaum in Sicht und die Kirche erreicht mit ihren Angeboten im Internet nur die eigenen Leute. Selbst religiöse Radio- und TV-Sendungen interessieren die Menschen außerhalb der eigenen Reihen nicht mehr. [...] Nutzt die Kirche unpassende Medien? Sendet sie ihre Botschaften auf den falschen Kanälen? Fehlt es vielleicht an einer Gesamtstrategie? Oder ist eine allgemeine Medienkrise das Problem, weil man in dieser schnelllebigen Zeit keine Leser, Hörer oder Nutzer dauerhaft binden kann?

... und sonst noch im Social Web

Robert Basic hat einen umfangreichen Beitrag zu Blogger Relations, den Beziehungen zwischen Unternehmen und BloggerInnen ins Netz gestellt. Die Inhalte sind meiner Meinung nach für die kirchliche Kommunikation sehr interessant, den die Konklusio ist, dass es auch da auf die Haltung bei der Kontaktaufnahme ankommt. Auch wenn die Blogosphäre im deutschsprachigen Raum kleiner ist als in den USA,  gibt es da Handlungsbedarf für die Kirche.

Wie Twitter den Journalismus verändert, darum geht es im Redaktionsblog der Süddeutschen Zeitung: "Sie werden diesen Prozess nicht stoppen". (via)

Die Kirche 2.0 Links im August

August 25 2010

14:07

August 03 2010

18:51

July 26 2010

09:59

July 19 2010

22:00

June 06 2010

15:08

May 26 2010

14:48

May 16 2010

19:21

March 28 2010

12:49

Auf ein Neues!

Frühling, neues Blog, neues Glück. Ich habe - auch aufgrund von Spamproblemen unter Drupal 5 - nun ein neues Blog unter Drupal 6. Das alte Blog ist als Archiv unter http://archiv.andreame.at erreichbar.

Drupal 6 bietet mir mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Ich habe mir vorgenommen, jetzt wieder etwas regelmässiger zu bloggen, manch interessante Texte, die ich auf ThemaTisch veröffentliche auch hier zur Verfügung zu stellen und Euch wieder mehr an meinen Fundstücken im Web oder sonstwo teilhaben zu lassen.

Ich freue mich über Rückmeldungen!

Foto: Maggi_94
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Tags: About Bloggen
12:49

Auf ein Neues!

Frühling, neues Blog, neues Glück. Ich habe - auch aufgrund von Spamproblemen unter Drupal 5 - nun ein neues Blog unter Drupal 6. Das alte Blog ist als Archiv unter http://archiv.andreame.at erreichbar.

Drupal 6 bietet mir mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Ich habe mir vorgenommen, jetzt wieder etwas regelmässiger zu bloggen, manch interessante Texte, die ich auf ThemaTisch veröffentliche auch hier zur Verfügung zu stellen und Euch wieder mehr an meinen Fundstücken im Web oder sonstwo teilhaben zu lassen.

Ich freue mich über Rückmeldungen!

Foto: Maggi_94
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Tags: About Bloggen
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