Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

September 07 2013

17:08

Frequenzrauschen aus der Vergangenheit

Vor einiger Zeit habe mit drei anderen Frauen - Claudia Dworschak, Gabi Kepplinger und Andrea Reisinger - tief in unseren Erinnerungen gegraben und einiges über die Zeit der Anfänge des Freien Radios und Radio FRO 105.0 zu Tage befördert. Es geht um die Zeit irgendwann zwischen 1995 und 1997.

Manuela Mittermayer hat daraus eine tolle Sendung gemacht. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen dieser Reihe von SpaceFemFM.

June 07 2012

12:24

Sozialwort 2.0. Alle nur noch IchAG? Soziale Bewegungen und das Internet

Am 1. Juni gab es im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen eine Live-Sendung bei DORF-TV, die ich moderiert habe. Thema war soziale Gerechtigkeit und das Internet. Mehr dazu gibt es unter http://kirche20.at/sozialwort nachzulesen.

November 22 2011

15:47

Hinweis auf die Blogparade zur Relevanz freier Initiativen für die Gesellschaft

Daniel Friesenecker hat in seinem Blog The Angry Teddy gestern spontan eine Blogparade gestartet. Thema ist: Was würde der Gesellschaft ohne freie Initiativen fehlen?

Ich werde dazu eh was schreiben, aber in aller Ruhe. Hier jetzt einfach nur der Hinweis mit der Bitte um rege Beteiligung. Falls wer gerne was schreiben würde, sich aber mit Blogs und so noch nicht auskennt, kann er/sie sich gerne auch bei mir melden. Ist alles nicht wirklich kompliziert, das wird sich finden.

September 18 2011

11:56

Regendering Media (Video)

Am Mittwoch habe ich über Regendering Media mitdiskutiert (Ankündigungsblogeintrag). Bei DORF TV gibt es nun auch die Aufzeichnung der Live-Sendung, nun auch hier. Einig waren wir uns alle, dass das Internet auch nicht soviel anders ist als der Rest der Gesellschaft, wenn es um Geschlechterstereotype und Rassismus geht. Doch es ist gestaltbar! Einige spannende Beispiele dafür kommen in der Diskussion vor.

September 13 2011

20:02

"Diese Zeiten liegen hinter uns, wo Dinge einfach ausgeblendet werden, nur weil sie uns nicht gefallen"

Ich möchte nur kurz auf diesen wunderbaren Blogeintrag von Philaeus, der sich selbst als Atheist bezeichnet, hinweisen. Auch wenn ich nicht alles 100%ig genau so sehe, ist es wirklich eine Freude so eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Religion im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu lesen. Da gehts lang: Re: "Religion und ORF" - Der kleine Unterschied zwischen Religionsfeindlichkeit und sachlicher Kritik

August 28 2011

10:28

Create your world!?

Otelo organisiert im Rahmen der Ars Electronica ein Barcamp und lädt zur Blogparade. Das Thema des ganzen Events ist Create your World, es ist die Jugendschiene der Ars.

Als Theologin ist dieser Slogan "Create your World" einer, der mich aufmerken lässt. Wirklich? Kreiieren wir die Welt - oder ist diese Welt nicht vielmehr von Gott geschaffen* und ein Geschenk an uns Menschen? Ich denke dann aber gleich an Dorothee Sölle und ihre Rede von den Mit-Schöpfer_innen, die wir Menschen sind und werde gleich versöhnter. Gott hat uns die Welt nicht gegeben, um passiv zu sein, sondern um sie zu gestalten. Und wie wir das tun, ist überhaupt nicht wurscht, sondern das das alles hat etwas mit dem guten Leben für alle Menschen zu tun. Sobald ist daran glaube, dass diese Welt von Gott geschaffen ist, lebe ich anders. Vor allem heisst dann gutes Leben nicht Machbarkeit um jeden Preis, nicht immer noch mehr und mehr, sondern auch mal Innehalten und nachdenken, was da eigentlich passiert und wohin das führt. Und das was wirklich wichtig ist, ist nicht selbstgeschaffen, sondern ein Geschenk. Gnade nennt sich das in theologischer Sprache, die heutzutage furchtbar antiquiert klingt und in so einem Blog wie meinem nur in sanften Dosen verwendbar ist ;-)

In der Blogparade wird gefragt, ob Bloggen und Barcamps die Welt verändern können. Ja, klar. Welche Frage! Interaktive Kommunikation im Internet verändert und Barcamps sind genau aus dieser Kultur des Miteinanders entstanden. Man_frau muss gar nicht nach Ägypten oder China schauen, um zu erkennen, dass der offene Zugang zu Medien Demokratie und Partizipation fördert. Ein Blick aufs Ganze, die Frage nach dem Woher und Wohin, an die uns schon das Wort "Gott" erinnert, ist da durchaus gut, denn das verhindert, dass wir in aller Euphorie all zuviel an Heilserwartung mit dem Internet verbinden und eng im Blickwinkel werden. Create your World gibt es auch ohne Internet ;-)

* Disclaimer für alle, die das unbedingt missverstehen wollen: Ich schreibe hier in der Ich-Perspektive und vom Glauben. Das ist etwas anderes als eine naturwissenschaftliche Perspektive - und gar kein Widerspruch, denn in der Ich-Perspektive geht es um Sinn, in der 3.-Person-Perspektive um Beschreibung.

July 25 2011

17:10

Ein "christlicher Fundamentalist"?

Anders B., der mutmaßliche Urheber der grausamen Attentate in Norwegen wird in den Medien immer wieder als "christlicher Fundamentalist" bezeichnet. Seine wirren Gedanken weisen offenbar nicht nur in die Richtung des Rechtsextremismus, sondern enthalten eben auch Spuren des Christlichen - oder was er da auch immer darunter versteht. Die Aussage, Anders B., sei "christlich-fundamentalistisch" orientiert, stammt von der norwegischen Polizei.

Zu Recht gibt es Empörung auf Twitter, wenn der ORF Niederösterreich nun diese Bezeichnung verbieten lassen will. So eine Direktive ist wohl mit einem guten Stück Verleugnung der Realität verbunden. Es gibt sie, diese Leute, die die christliche Botschaft so derartig missverstehen, dass sie Fremdenhass, nationalsozialistisches Gedankengut und in letzter Konsequenz einen unglaublichen Gewaltausbruch gegen Kinder und Jugendliche damit verbinden. Ich erinnere nur an die Holocaust-Leugnung des Piusbruders Richard Williamson und letztlich kommt der Auftritt von HC Strache mit einem Kreuz auch aus dieser Ecke. Aber keine Frage, da liegen trotzdem noch Welten zwischen den drei genannten Personen.

Und doch: Ich verstehe das Unbehagen von Christ_innen, wenn sie mit jemand wie Anders B. irgendwie in einen Topf geworfen werden. Ich habe das selbst. Zwar wird korrekterweise von "fundamentalistisch-christlich" gesprochen und nicht nur von "christlich", aber trotzdem: Die Pauschalverurteilung alles Christlichen schwingt da mit und mich wundert nicht, dass im Standard-Forum auch schon wieder die Kreuzzüge herhalten müssen. Es ist eine Pervertierung des Christlichen, die da passiert (und bei den Kreuzzügen passiert ist): Jesus war derjenige, der ermordet wurde und nicht umgekehrt. Christ_innen sind parteilich für die Opfer und arbeiten für eine Welt, in der es keine Opfer mehr gibt. Wenn ich sage, "Ich glaube an Gott" kann ich nicht weiterleben, also ob das nichts für mein Leben in dieser Welt bedeuten würde. Es geht um nicht mehr und um nicht weniger als die Würde jedes Menschen.

Und doch: Es gibt sie, diese Fundamentalist_innen, die sich Versatzstücke des Christlichen nehmen, missverstehen und umdeuten. Die traurige Spitze des Eisberges ist in Norwegen sichtbar geworden, eine Aussage, die wohl auch für den Rechtsextremismus in Europa gelten muss. Die Geschichte des Christentums ist wohl auch nicht unschuldig an der Ambivalenz des Themas. Damit das künftig vielleicht irgendwann nicht mehr so ist, wünsche ich mir, dass sich Christ_innen, die Kirchen, die beeindruckenden Worte des norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg beim Trauergottesdienst in Oslo auch für sich selbst zu Herzen nehmen:

Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.

Nachtrag: ORF Niederösterreich: Anders B. kein "Christ" von Alexandra Bader

Foto: CC BY-SA by johsgrd

July 09 2011

15:16

Papier hat keine Freundinnen

Heute hatte ich das Vergnügen für die Radio FRO Lehrredaktion einen Workshop Social Media zu gestalten. Das Doku-Blog dazu heisst Papier hat keine Freundinnen. Neben allerlei Praktischen rund um Social Media hatten wir auch Gelegenheit, zu diskutieren, wie sich das Verhältnis Freie Medien und user-generiertes Internet so gestaltet und gestalten wird. Ich habe mich in der Vorbereitung dazu "rough and dirty" in einigen Thesen versucht, die ich hier gerne nochmal zu Diskussion stellen möchte.

Freie Medien und Journalismus 2.0 - einige Thesen zur Debatte: 

  • Cross-Media-Publishing ist State of the Art.
  • Freie Radio Macher_innen waren sowieso schon immer darauf verwiesen, sich für die eigene Sendung eine Community aufzubauen. Warum das nicht im Internet weiterentwickeln?
  • Das user-generierte Internet ist jedenfalls eine Freundin des Freien Radios. Ob es eine Freundin des kommerzielles Radio ist, wird sich zeigen. Wird in 10 oder 20 Jahren überhaupt noch jemand vom Radio sprechen?
  • Tradierte Geschäftsmodelle der Mainstream-Medien geraten durch das user-generierte Internet und das Abwandern der Werbewirtschaft auf Plattformen wie Facebook oder Google unter Druck.
  • Freie Medien haben große Chancen, weil sie sowieso ein "alternatives Geschäftsmodell" haben, dass 1:1 mit dem user-generierten Internet zusammen passt. Crowdsourcing machen Freie Medien sowieso schon immer, Strukturen für das Crowdfunding müssen weiterentwickelt werden.
  • "Alternativer" Content wird wichtiger, weil das Internet mehr Nischen zulässt. "User-generiert" ist nicht gleich "alternativ". Cat-Content gibt es haufenweise. "Alternativ" ist vielleicht das, was in der Charta der Freien Radios steht.
  • Guten Journalist_innen mit Ambitionen kann das user-generierte Internet dabei helfen, eine Online-Reputation aufzubauen, die sich (vielleicht!) auch in künftige Jobs umsetzen lässt. Diese Jobs werden aber völlig anders aussehen als im 20. Jahrhundert.

Was meinst Du dazu?

January 09 2011

10:38

Rechenspielchen

Das Blog Kobuk wollte ich sowieso hier mal empfehlen. Da heisst es "Wir lesen Zeitung und schauen fern". Kobuk zeigt  journalistisch-ethisch bedenkliche Tendenzen auf, zumeist anhand von Beispielen. Ein solches ist die Rechenkunst der Online-Ausgabe von "Österreich": Dort wird eine Verdoppelung der Kirchenaustritte bei einem Plus von 47% festgestellt. Der Fehler wurde aber inzwischen behoben.

Österreich

Auch wenn es rechnerisch keine Verdoppelung ist, ist es trotzdem tragisch, was da passiert und gibt Grund zum Nachdenken, warum so viele Menschen der Kirche den Rücken kehren. Das Vertrauen wurde offenbar verspielt.
Am 11. Jänner gibt es die vollständigen und offiziellen Zahlen der Kirchenstatistik seitens der Österreichischen Bischofskonferenz, dann dazu vielleicht mehr hier.

Screenshoot: CC by Kobuk

 

 

September 23 2010

16:13

Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet

Eigentlich denke ich mir, nicht auf jede Kritik an der Kirche muß ich reagieren. Beim ersten Überfliegen des aktuellen Kommentars in der KUPF-Zeitung zur katholischen Kirche ist mir das auch gleich wieder eingefallen. Doch dann habe ich die "Gnackwatschn" nochmal gelesen und angefangen mich immer mehr zu ärgern. Nicht weil da jemand schreibt, der nicht an Gott glaubt und die Kirche kritisiert. Auch nicht, weil jemand zum Kirchenaustritt aufruft. Nein, das finde ich wichtig und es hat notwendig Platz in der Öffentlichkeit einer pluralen Gesellschaft: Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst" (Voltaire). Ich kann mich an so manche spannende und herausfordernde Diskussion mit ProtagonistInnen eben dieser Position erinnern, auch in der KUPF.

Himmel mit AmpelWütend machen mich Pauschalverurteilungen, unhinterfragte Stereotype und die unnötige Polemik. Und der Kirchenbegriff, der da dahintersteckt. Kirche ist wohl auch Institution, aber vor allem sind Kirche viele Menschen, die sich - oft trotz mancher Vorbehalte gegenüber der Institution Kirche - zu Jesus bekennen und sich dadurch in ihrem Leben leiten lassen, die an ein (wohl ziemlich zusammenhanglos zitiertes) Prinzip Hoffnung glauben, das über die Erwartung möglichst vieler Kirchenaustritte hinausreicht. Ein Prinzip Hoffnung, dass unbedingt etwas mit dem guten Leben für alle zu tun hat. Wenn jeder "Nächstenliebe" der Beigeschmack sexualisierter Gewalt unterstellt wird, trifft das alle ChristInnen. Und jetzt bitte nicht, liebe Gnackwatsch-AutorIn, sagen, Dich, Andrea, haben wir eh nicht gemeint.

Die KUPF tritt als Dachverband der oberösterreichischen Kulturinitiativen vehement für einen differenzierten und zeitgemässen Umgang mit Kunst und Kultur ein. Zu Recht empört sie sich z.B. über willkürliche Förderentscheidungen des Landes. Und zu Recht würde sich die KUPF auch über Pauschalverurteilungen aller KulturarbeiterInnen und KünstlerInnen empören, egal aus welchem Grund, ja, sie hat es in den Auseinandersetzungen mit der FPÖ auch schon getan. Es gibt qualitativ schlechte Kunst, es gibt hierachische und intransparente Strukturen in Kulturinstititionen und Kunst kann ideologisch instrumentalisiert werden. Aber alle KünstlerInnen? Alle Kulturschaffenden? Alle Kulturorganisationen? 

Wer Differenzierung einfordert, muss diese auch für andere gelten lassen. Bei einem genaueren Blick, bei genauerer Recherche, die jedem Medium gut ansteht - auch für Kommentare - hätte sich ein anderes Bild geboten. Die katholische Kirche hat eine lange Geschichte, die zweifelslos auch eine Gewaltgeschichte war, aber sie ist spätestens seit dem II. Vatikanischen Konzil in den 1960er-Jahren in der Moderne angekommen, jedenfalls in der breiten Mehrheit der ChristInnen, und hat gelernt, selbstkritisch mit ihrer Geschichte umzugehen. Sicher nicht ohne Widersprüche und zu Recht kann kritisiert werden, dass dass die Wandlung von der staatstragenden konstantinischen Institution zur opfersensiblen zivilgesellschaftlich aktiven Organisation viel zu langsam vor sich geht. Widerspruch gibt es gerade auch intern und nicht wenige ChristInnen haben sich vehement stark gemacht für eine gute Aufarbeitung und eine gute Lösung für die Opfer sexualisierter Gewalt durch Priester und Ordensleute. Das ist im Gange, da bin ich davon überzeugt, dass das - so wie ich es in Linz beobachten kann - wirklich auf einem guten Weg ist. Dass darüberhinaus über die strukturellen Ursachen sexualisierter Gewalt in einer noch immer viel zu hierarchisch organisierten Kirche gesprochen werden muß, ist aber auch keine Frage.

Vor kurzem habe ich den Wikipedia-Artikel zu Islamophobie gelesen. Es ist bemerkenswert, welche Parallelen die sprachlich wohl brilliante "Gnackwatschn" zur Kirche damit hat. Was im übrigen ja auch für andere Formen des aggressiven Atheismus gelten kann, der dann schnell auch mal rassistisch wird. Das sollte wohl zu denken geben.

Foto CC by zachstern

September 22 2010

11:19

"Big Brother"!?

Dass "Heute" nicht gerade die Ausgeburt journalistischer Qualität ist, wissen wir ja alle. Aber in der heutigen Ausgabe haben sie es wirklich geschafft: Erfreulicherweise werden Gemeinderatssitzungen der Stadt Linz künftig online per Video übertragen. "Heute" stellt diese Tatsache in den Kontext von Video-Überwachung (inklusive passendem Symbol, siehe Foto) und nennt das "Big Brother". Dass das Birnen mit Äpfeln vergleichen ist, ist wohl klar - denn die Übertragung einer öffentlichen Gemeinderatssitzung ist natürlich etwas anderes als die Kamera-Flut an allen möglichen Orten, wo ich bei der Erledigung meiner privaten Angelegenheiten beobachtet werde.

Was ich mich wie "Heute" aber auch frage, ist warum diese Video-Übertragung der Gemeinderatssitzungen für neun Sitzungen insgesamt 78.150 Euro kosten muss. Wie hat denn unibrennt da getan, wenn das so teuer ist?

June 17 2010

13:39

Hans Dichand ist tot

Hans Dichand ist tot. Dass Datum mit "Gott ist tot" seinen Nachruf titelt wundert nicht. Drei Millionen Menschen, 43% der ÖsterreicherInnen lesen täglich die Kronenzeitung. Sehr passend finde ich den Schluss des Datums-Nachrufes, dem ich mich nur anschließen kann:
Das Mitgefühl der DATUM-Redaktion gilt seiner Familie. Ebenso wie das Mitgefühl für jene Menschen, welche die Kronen Zeitung unter der Führung Hans Dichands über die Jahrzehnte verletzt, verleumdet, diskriminiert und entwürdigt hat.
Für alle, die es noch nicht gesehen haben, sei die Dokumentation “Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück” empfohlen, ein unbedingt sehenswertes Lehrstück zum Thema Medien und Macht (via Zwischenruf.at und aus You-Tube-technischen Gründen in 6 Teilen) Update: Videos leider nicht mehr verfügbar.
13:39

Hans Dichand ist tot

Hans Dichand ist tot. Dass Datum mit "Gott ist tot" seinen Nachruf titelt wundert nicht. Drei Millionen Menschen, 43% der ÖsterreicherInnen lesen täglich die Kronenzeitung. Sehr passend finde ich den Schluss des Datums-Nachrufes, dem ich mich nur anschließen kann:

Das Mitgefühl der DATUM-Redaktion gilt seiner Familie. Ebenso wie das Mitgefühl für jene Menschen, welche die Kronen Zeitung unter der Führung Hans Dichands über die Jahrzehnte verletzt, verleumdet, diskriminiert und entwürdigt hat.

Für alle, die es noch nicht gesehen haben, sei die Dokumentation “Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück” empfohlen, ein unbedingt sehenswertes Lehrstück zum Thema Medien und Macht (via Zwischenruf.at und aus You-Tube-technischen Gründen in 6 Teilen):

Weiterlesen

April 07 2010

10:17

Damit die Mörder nicht über ihre Opfer triumphieren ...

Wikileaks.org hat am 5. April ein amerikanisches Militärvideo veröffentlicht, in dem zu sehen ist, wie US-Soldaten mehrere zivile, unbewaffnete Iraker erschießen. collateralmurder.com zeigt grauenhafte Bilder eines Krieges und doch muten diese Bilder, die jetzt um die Welt geht, an wie aus einem Computerspiel. Spreeblick dazu:

Das Video enthält [...] vieles von dem, was modernen Krieg ausmacht. So zeigt es das zutiefst asymmetrische Verhältnis zwischen den Piloten und Personen am Boden. Aber am eindrucksvollsten ist es als Abbild der moralischen Deformation der Soldaten. Oder [...] ihrer „Entwürdigung“.

Weiterlesen

July 19 2009

18:11

July 16 2009

18:04

July 14 2009

14:58
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl