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September 07 2013

17:08

Frequenzrauschen aus der Vergangenheit

Vor einiger Zeit habe mit drei anderen Frauen - Claudia Dworschak, Gabi Kepplinger und Andrea Reisinger - tief in unseren Erinnerungen gegraben und einiges über die Zeit der Anfänge des Freien Radios und Radio FRO 105.0 zu Tage befördert. Es geht um die Zeit irgendwann zwischen 1995 und 1997.

Manuela Mittermayer hat daraus eine tolle Sendung gemacht. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen dieser Reihe von SpaceFemFM.

December 04 2011

13:19

Was würde der Gesellschaft ohne freie Initiativen fehlen?

Was würde der Gesellschaft ohne freie Initiativen fehlen? Das fragt Daniel Friesenecker in der gleichnamigen Blogparade. Ich komme nun endlich dazu, dazu etwas zu schreiben und möchte meinen Beitrag im übrigen gleich auch als Beitrag zur Diskussion um die Neufassung des Kulturentwicklungsplans verstanden wissen.

Demokratie!

Das mit den freien Initiativen ist für mich allen voran eine demokratiepolitische Frage. Gibt es in einer Stadt und einem Land mehr an Mitgestaltungsmöglichkeiten als alle 4, 5 oder 6 Jahre irgendwo hingehen und wählen? Können sich Menschen zusammentun für etwas, was ihnen ein Anliegen ist und damit aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes eingreifen? Wird das, was die da tun, als wichtiger Beitrag der Zivilgesellschaft für das Zusammenleben in einer Gesellschaft begriffen oder ist es nur eine lästige Störung des 'Business as usual' der Politik? Haben nur die, die sowieso über gesellschaftliche Macht verfügen, eine Lobby oder wird auch auf Stimmen gehört, die vielleicht nicht so laut, aber mindestens genauso wichtig sind?

Konkret äußert sich dieses Engagement freier Initiativen in vielfältigen Formen: Vom Kulturverein und Künstler_innenkollektiv über die Initaitive für ein gutes Zusammenleben im Stadtteil, vom sozialen Engagement bis zu freien Medienprojekten, von der Selbstorganisation von Migrant_innen bis zu konkreten Projekten für ökologische Nachhaltigkeit, von Friedensbewegten bis zu emanzipatorischen Bildungsinitiativen, von feministischen Kollektiven bis zu Jugendprojekten.

Manche verstehen dieses Engagement explizit politisch, wenn auch nicht unbedingt parteipolitisch. Andere würden es selbst nicht politisch nennen, tragen aber doch etwas ganz Wichtiges zur gemeinsamen Sache, der 'Polis' (das Gemeinwesen) bei.

Manche Initiativen arbeiten rein ehrenamtlich, andere wiederrum sind so groß geworden, dass das regelmässige Engagement ohne hauptamtliche Mitarbeiter_innen nicht machbar wäre. Gesellschaftliche sinnvolle Arbeitsplätze sind so entstanden.

Alles ist gemeinsam, dass sie demokratisch organisiert sind und fast alle gestalten ihre Arbeit so, dass sie für Interessierte Mitgestaltungsmöglichkeiten bieten. In diesen Initiativen passieren ganz oft Politisierungsprozesse von Menschen. Nicht wenige von diesen Menschen können mit der etablierten Parteipolitik nichts anfangen. Ihre Antwort ist dann aber nicht der Rückzug, sondern die gemeinsame und unmittelbare Gestaltung von Lebenwelt. Insofern halte ich zivilgesellschafliches Engagement auch für entscheidend für die Demokratie ansich. Diese kann nur leben und sich weiterentwicklen, wenn die öffentliche Sache eine gemeinsame Sache aller ist. Was da dann gemeinsam passiert, ja, das ist politisch auszuhandeln. Aber ohne die betroffenen Menschen wird es nicht gehen.

Freie Initiativen können vieles besser als der Markt und der Staat. Nicht alles. Ich bin mir sicher, dass es, wenn es um grundlegende Infrastukturen (Bildung, Verkehr, Sozialstaat, ...) geht, staatliches Handeln braucht. Und es braucht auch Gesetze, die das Zusammenleben in den Grundzügen regeln. Was freie Initiativen aber besser können, ist das Miteinander der Menschen zu organisieren. Sie können bedarfsorientierter und unmittelbarer konkrete Projekte und Ansatzpunkte entwickeln. Sie stellen den gesellschaftlichen Profit und nicht den ökonomischen Profit in die Mitte. Sie machen wirklich, wirklich spürbar, wie es sein könnte mit einem guten Miteinander. Nein, nicht ohne Konflikte und notwendige Aushandlungsprozesse von Interessen, aber doch in einer Form, dass Betroffene zu Mitgestalter_innen werden können. Mehr als es je über Wahlen möglich sein wird.

Ich möchte auch nicht naiv verschweigen, dass es in dieser offenen Definition diesem Definitionsversuch freier Initiativen auch Initiativen gibt, die in ihrem Tun der Demokratie zuwiderlaufen, sie in Frage stellen. Ja, auch die Nazis, Ewiggestrigen und Rassist_innen werden stärker und organisieren sich. Hier gilt es eine klare Grenze zu ziehen und bestehe Gesetze konsequent umzusetzen - und vor allem Alternativen zu schaffen. Die liegen meiner Meinung nach durchaus aber auch wieder im zivilgesellschaftlichen Bereich. Ja, es läuft vieles schief in unserer Gesellschaft. Wenn das nicht in einer autoritären, rechtsextremen und rechtspopolistischem Umwandlung der Gesellschaft enden soll, sondern in guten Lösungen für alle Menschen, dann wird es zivilgesellschaftliches Engagement und konkrete Mitgestaltungsmöglichkeiten vor Ort brauchen. Damit aus Wut über Ungerechtigkeit nicht Wut gegen Minderheiten wird. Damit sich die Demokratie nicht selbst in Frage stellt.

Kultur! Kunst!

Der Ausgangspunkt dieser Blogparade ist der Kunst- und Kulturbereich. Das ist auch kein Zufall, denn einerseits wird hier seit vielen Jahren offensiv der Begriff "Freie Szene" verwendet und andererseits ist kulturelles und künstlerisches Engagement für oben formulierte Überlegungen wohl ein paradigmatisches Anwendungsfeld. Das passiert ja auch.

Seit den 1970ern sind zahlreiche Kulturiniatiativen entstanden und wenn ich anfangen sollte deren Impulse für Linz und Oberösterreich aufzuzählen, dann würde ich wohl in meinem Leben nichts mehr anderes tun als bloggen ;-) Gerade auch wegen dieser Impulse, aber auch, weil sich Kunst ansich mittlerweile sowieso stärker gesellschaftlich bezogen begreift, passiert heute in kulturelles Institutionen inhaltlich viel, was, was vor 20 oder 30 Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Im ländlichen Bereich sind Kulturiniativen unverzichtbare kulturelle Nahversorger_innen, doch in der Stadt ist es nicht immer unbedingt das Programm, dass wirklich unterscheidet. Vielmehr ist es die Offenheit und Impulskraft dieser Initiativen, die sie so wertvoll macht. Kunst und Kultur wird dort anders organisiert als in den Institutionen und erst recht im kommerziellen Bereich. Das hat zur Folge, dass immer wieder Neues entsteht, sich Inhalte und Strukturen weiterentwickeln können und Freiräume da sind, die Menschen erst eine unmittelbare Beteiligung ermöglichen. Aus diesen breiten Strukturen wachsen dann auch immer wieder Künster_innen oder Kollektive, die mit ihrer Arbeit österreichweit oder international für Furore sorgen.

Medien!

Medien spielen in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen eine besondere Rolle. Ja, auch der öffentliche Raum ist spannend, aber vieles passiert medial vermittelt. Freie Medien wie sie die Freien Radios, das Community-Fernsehen, unabhängige Zeitprojekte und selbstorganisierte Internetinitativen repräsentieren, eröffnen Menschen einen unmittelbaren Zugang zur Medienarbeit. Da steckt ein entscheidendes Potential für die breite Vermittlung von Medienkompetenz drin. Doch genauso geht es auch um einen unmittelbaren Zugang von zivilgesellschaftlichen Initiativen und eizelnen Bürger_innen zur Öffentlichkeit. Das Internet verschiebt hier vieles, weil vieles umittelbarer, einfacher und kostengünstiger möglich geworden ist. Doch bin ich mir sicher, dass Radio, Fernsehen und Zeitung weiter eine Rolle spielen können, die sich aber durchaus verändert. So wie ich es wahrnehme, sind diese auch enorm wichtig für die Vernetzung unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche. 'Keine Demokratie ohne Medien' - von wem ist das?

Kulturentwicklungsplan Linz: Meine Vision und mein Realismus

Wenn ich nun wirklich sehr visionär denke, dann würde ich mir ob dieser Tatsachen wünschen, dass in der Stadt Linz der Anteil institutioneller Kultur radikal verkleinert wird und vieles in die Hände der Initiativen gegeben wird. Die Kommune wäre für mich sinnvollerweise für die Sorge für Infrastrukturen, Koordination und die Vergabe von Fördergeldern (nach auszuhandelnden Kriterien und durch Expert_innenjurys, denn schließlich geht es um Steuergelder) zuständig, aber eigentlich braucht es viel weniger städtisch organisierte Kunst und Kultur. Kulturbeamt_innen und Leiter_innen von Häusern wären in diesem Bild mehr Community-Manager_innen als Kulturveranstalter_innen.

Ja, ich könnte jetzt einfach sagen, 'mehr Geld für Kunst und Kultur'. Ja, das sage ich auch. Aber da bin ich jetzt vielleicht nicht recht visionär, sondern realistisch, dass angesichts der finanziellen Situation der Kommunen nicht wirklich viel drin sein wird. Darum glaube ich, dass ein Kulturentwicklungsplan als langer 'Wunschzettel ans Christkind' wenig Sinn macht. Vielmehr wäre es an der Zeit mit dem Umbau der Kunst und Kultur in Linz anzufangen. Wirklich anzufangen!

Sonst passiert nur - geduldiges KEP-Papier hin und her -salamitaktikmässig der Abbau von Kunst und Kultur. Erst in der freien Szene, weil die weniger Lobby hat und dann irgendwann mal auch in den Institutionen.

Gemeinsam mit den zivilgesellschaftlichen Initiativen im Kulturbereich könnte die Stadt Linz sich entscheiden, einen zukunftsweisenden Weg zu beschreiten. Sie könnte endlich aufhören (was sich seitens mancher Stadtpolitiker_innen leider eingebürgert hat), diese Initiativen als lästige Störung, sondern als wertvolle Mitstreiter_innen um ein gutes Leben in dieser Stadt wahrzunehmen. Nicht nur in Sonntagsreden, sondern durch glaubwürdige Schritte, die die Vielfalt dieser Initiativen auch in Zukunft garantieren und die es neuen Initiativen möglich machen, sich zu entwickeln. Auf Augenhöhe wäre ganz viel möglich, denn in den Kulturiniativen werken allesamt Leute, denen die Mitgestaltung dieser Stadt ein wirkliches Anliegen ist. Sonst würden sie unter den derzeit widrigen Bedingungen überhaupt nichts tun oder woanders hinziehen.

Wohin dieser gemeinsame Weg von Stadt Linz und zivilgesellschaftlichen Initiativen führen soll und wie dieser Weg gegangen werden kann, vor allem das sollte im Kulturentwicklungsplan stehen.

Ende 1: Apropos Realismus: Das, was ich mir wünsche, wird so nicht stattfinden. Aus vielerlei Gründen. Aber genauso wie bei anderen Dingen werden Forderungen nicht weniger wichtig und richtg, weil sie nicht morgen umgesetzt werden. Vielleicht übermorgen? ;-)

Ende 2: Ob ich die Frage, was der Gesellschaft FEHLEN würde ohne freie Initiativen wirklich beanwortet habe, weiss ich nicht so genau. Jedenfalls danke an Daniel für das Initieren der Blogparade, die für mich der Anlass war, dieses Thema wieder mal grundsätzlicher zu reflektieren.

Fotos:
Flickr CC by Ralph Aichinger
Flickr CC by - nc - sa a_kep

November 22 2011

15:47

Hinweis auf die Blogparade zur Relevanz freier Initiativen für die Gesellschaft

Daniel Friesenecker hat in seinem Blog The Angry Teddy gestern spontan eine Blogparade gestartet. Thema ist: Was würde der Gesellschaft ohne freie Initiativen fehlen?

Ich werde dazu eh was schreiben, aber in aller Ruhe. Hier jetzt einfach nur der Hinweis mit der Bitte um rege Beteiligung. Falls wer gerne was schreiben würde, sich aber mit Blogs und so noch nicht auskennt, kann er/sie sich gerne auch bei mir melden. Ist alles nicht wirklich kompliziert, das wird sich finden.

November 19 2011

22:25

Wohin geht sie, die Medienstadt Linz? Bewegt sie sich überhaupt?

Am Mittwoch, 18. November 2011, habe ich über das Thema Medienstadt Linz auf DORF TV im Rahmen von kartell TV mitdiskutiert. Mit dabei Ushi Reiter (servus.at), Thomas Kreiseder (Radio FRO), Daniel Friesenecker (junQ.at) und Stefan Pawel (Open Commons Region Linz). Moderiert hat Thomas Diesenreiter (Backlab). Eigentlich waren wir uns alle recht einig: Es braucht mehr als ein Label "Medienstadt Linz", dass drauf gepickt wird, aber - außer der Ars Electronica - keinen Widerhall in der alltäglichen Praxis findet. Diese besten Anknüpfungspunkte, dass es anderes läuft, sind bestehende freie Medienprojekte wie Radio FRO, DORF TV und servus.at, aber auch kleinere Initiativen, die allesamt auszeichnet, dass sie aktive Medienproduktion fördern und reale Beteiligungsmöglichkeiten bieten. Wichtig in der Debatte war auch das Thema Creative Commons. Ein Zukunftsthema! Dass hier die Stadt Linz wirklich aktiv ist, macht Hoffnung, dass es irgendwann doch einmal so sein könnte, dass "Medienstadt" mehr als ein Label ist. Aber guckt Euch selbst die Sendung an:

November 15 2011

20:48

Kartell-TV #3: Medienstadt Linz?

kartell-tv Nachdem am Samstag das Barcamp Kirche und Social Media ganz und gar wunderbar über die Bühne gegangen ist, gibts morgen schon wieder einen öffentlichen Termin. Ich diskutiere im Rahmen von kartell-TV bei DORF-TV über die Medienstadt Linz mit. Auch live zu sehen im Fernsehen. Die Ankündigung hat zurecht ein Fragezeichen im Titel. Mehr dazu aber drüben bei Thomas Diesenreiter, dessen Blog bei dieser Gelegenheit allen kulturpolitisch Interessierten empfohlen sei.

September 28 2011

14:15

Das Netzwerk

Sehenswert! Gerade via Thomas Knapp auf Facebook entdeckt.

September 27 2011

10:34

Vorschläge und Ideen für die freie Lizenzen-Förderung der Stadt Linz gesucht!

CC-Torte

Gestern war eine Sitzung des Stadtkulturbeirats und dort wurde das Thema der freie Lizenzen-Förderung seitens der Linz Kultur (Blogpost von Severin Mayr, mein Blogpost dazu) debattiert. Nachdem auch alle anwesenden Mitglieder des Stadtkulturbeirats der Meinung waren, dass diese 10%-Zusatzförderung ein interessanter, zukunftsweisender Ansatz ist, es aber einfach einiges an Klärungs- und Handlungsbedarf gibt, haben wir vereinbart, dass in nächster Zeit ein Termin mit Linz Kultur, mit Dr. Leisch, dem Leiter der Förderabteilung, stattfindet. Da soll es um zwei Dinge gehen:

1. Klären, wie es möglich ist, dass in der Beantwortung der Gemeinderatsanfrage davon gesprochen wird, dass alle Anträge auf die Zusatzförderung positiv behandelt wurden und so die 660.- Euro Förderung in drei Jahren zustande kamen - und es gleichzeitig Vereine wie JunQ.at gibt, die diese Förderung beantragt haben, aber sogar weniger Förderung bekommen haben als im Vorjahr.

2. Gemeinsame Arbeit an einem praktikablen Förderkonzept, dass dafür sorgt, dass diese Förderung in ihrer konkreten Abwicklung handhabbarer (erste Überlegungen stehen eh schon in den verlinkten Blogposts) und natürlich auch bekannter wird.

Dabei wäre Deine Mithilfe super:

1. Welche weiteren Vereine, Projekte, Künstler_innen gibt es, wo das mit der freie-Lizenzen-Zusatzförderung nicht geklappt hat? Welche sonstigen Erfahrungen gibt es damit?

2. Wer hat Lust am Zukunftskonzept mitzudenken? Das geht einerseits, indem ihr mir einfach eure Überlegungen mitteilt und ich diese dann weiterkommuniziere, aber gerne auch beim Dabeisein beim Termin mit LinzKultur.

Bitte nutzt doch den Kommentarbereich oder nehmt sonstwie mit mir Kontakt auf! Ich bin recht optimistisch, dass - trotz der allgemein tristen Lage in Sachen Kulturförderungen der Stadt Linz - in dieser Sache etwas positiv weiterzubringen ist. Der Stadtkulturbeirat wird da gewiss ein Auge darauf haben. Die Mühe lohnt also und mit freien Lizenzen arbeiten wir da definitiv an zukunftsweisenden Kulturförderlösungen!

Foto cc-by-sa 3.0 Maria Krüger

September 15 2011

14:19

Gut gemeint? Zusatzförderung für freie Lizenzen der Stadt Linz bei Kulturprojekten

Schon eine Weile fördert die Stadt Linz Kunstprojekte, deren digitale Produkte unter einer freien Lizenz veröffentlich werden, mit einer Zusatzförderung von 10%. Eine gute Sache, würde ich ansich mal sagen, und das passt auch hervorragend ins Bild der Open Commons Region Linz. Severin Mayr, Gemeinderat der Grünen, hat nun mittels einer Anfrage im Gemeinderat nachgefragt, wie denn diese Initaitive so genutzt werden. Das Ergebnis ist ernüchternd:

Das Positive zuerst: Alle Anträge auf Sonderförderung wurden genehmigt. Die Einschränkung: Es gab bislang laut Anfragebeantwortung erst 8 Ansuchen (2009: 2; 2010: 0;2011: 6). Insgesamt wurden seit 2009 ganze 660 Euro an zusätzlicher Förderung für unter eine Freien Lizenz veröffentlichte Kunst- und Kulturprojekte ausgeschüttet.

Severin hat sicher recht, dass es Sinn machen würde, wenn die Stadt diese Möglichkeit aktiver bewirbt. Ich leiste da ja jetzt auch gleich noch einen Betrag dazu, indem ich darüber blogge ;-) Zusätzlich glaube ich aber, dass diese Zusatzförderung auch seitens der Kulturpolitik und -verwaltung noch nicht wirklich durchdacht ist.

Das derzeit geltende Urheberrecht macht es manchen KünstlerInnen einfach gar nicht möglich diese Förderung zu nutzen, weil sie vertraglich exklusiv z.B. an die AKM gebunden sind und daraus auch für sie relevante Einnahmen generieren. Da geht es dann - so wie ich das als Nicht-Juristin verstehe - gar nicht, ein einzelnes Werk unter eine CC-Lizenz zu stellen. Alles oder gar nichts ist die Devise. Dieser Umstand ist aber zugegebenermassen von der Stadt Linz kurzfristig nicht zu ändern, die Creative Commons Initiative zeigt, dass da durchaus auch auf politischer Ebene darüber nachgedacht wird, ob das Urheberrecht heute noch zeitgemäß ist oder eher ein Relikt aus dem vorherigen Jahrhundert. Sinnvoll wäre es meines Erachtens hier stärker in den Service- und Beratungssbereich zu investieren. Im Dschungel des Urheberrechts brauchen Kulturschaffende Unterstützung, um herauszufinden, was für sie persönlich unter den gegebenen Umständen Sinn macht. Derzeit wüsste ich nicht, wo ich da in Linz mit Fragen hingehe, außer vielleicht zur KUPF, die aber ja eigentlich für die Kulturvereine und nicht EinzelkünstlerInnen zuständig ist. Das müßte ja auch nicht unbedingt die Stadt selbst machen, sondern gerade die KUPF zeigt, dass auch für so praktische Dinge selbstorganisierte Zusammenhänge am besten funktionieren - dann, wenn sie dafür auch entsprechende öffentliche Förderungen bekommen und so etwas auch professionell leisten können.

Der zweite Aspekt, wo die Kulturverantwortlichen Handlungsbedarf hätten, liegt sehr wohl im eigenen Bereich der Stadt. In den Informationen zur Förderung ist zwar angeführt, welche Medien davon profitieren könnten, doch ist mir völlig unklar wie die kontextbezogene Einbindung in künstlerisch-kulturelle Projekte oder auch die Jahrestätigkeit von Kulturvereinen ausschaut. Ein guter Teil kreativer, digitaler Produkte entsteht in Prozessen, beispielsweise wird in Workshops gemeinsam produziert oder die Dokumentation eines Kunstprojekts erfolgt mittels unterschiedlicher Medien. Wie schaut das dann aus? Was wird dann gefördert? Der ganze Projektprozess oder nur bspw. die unter CC-Lizenz erscheinende Publikation? Wie läuft dann das Förderverfahren? So lange das nicht wirklich klar geklärt und kommuniziert ist, werden mache sich wohl denken, das lohnt sowieso nicht, denn dass Kulturförderungen der Stadt sowieso immer eher gering ausfallen (Ausnahmen bestätigen die Regel!), ist bekannt.

Und was ist eigentlich mit servus.at, jener Initiative, die seit Jahren selbst konsequent auf freie Software setzt und aktiv die Produktion freien Contents in der Kultur-Szene unterstützt? Wenn ich nicht den Buchstaben der Förderrichtlinie folge, sondern der eigentlichen verkündeten Intention, freie kreative Inhalte mehr zu unterstützen, müßte die Stadt gerade da mehr investieren. Die Förderungen der Stadt für servus.at sind aber mehr schlecht als recht, seit Jahren.

Handlungsbedarf! Definitiv Handlungsbedarf, würde ich sagen. Sonst schreibe ich bei nächster Gelegenheit keinen Blogbeitrag mehr über eine ansich gute Sache, sondern über eine Alibiaktion, die noch dazu billig hergeht mit € 660.- in drei Jahren. Bleibt nur noch die Frage, wer das hier überhaupt liest ;-)

Foto CC BY-SA Flickr Kalexanderson

September 13 2011

08:04

Regendering Media: Geschlechterkonstruktionen im Internet

Ich habe wieder mal das Vergnügen, aus einer feministischen Perspektive über das Internet zu diskutieren. Im Rahmen des Projekts Regendering Media geht es am Mittwoch, 14. September ab 20:00 um Geschlechterkonstruktionen im Internet. Die Diskussion wird im Studio von Dorf TV stattfinden, mit Live Übertragung auf Radio Fro 105,0 MHz.
Ich möchte einige interessante Beispiele aus dem Bereich Social Media einbringen, mich aber vor allem auch damit beschäftigen, dass der Gender-Gap im Internet vor allem ein Alters-Gap ist. Dazu gibt es aber dann voraussichtlich sowieso hintennach einen eigenen Blogeintrag ;-)

Viele Zuschreibungen und Erwartungshaltungen gegenüber dem einen oder anderen Geschlecht werden immer noch als selbstverständlich vorausgesetzt. Wie kann eine breite Infragestellung dieser Vorstellungen bei einem möglichst breiten Publikum, jenseits von TheoretikerInnen und AktivistInnen erreichet werden? Was braucht es um die Gender-Thematik wieder „sexy“ zu machen und gängige Geschlechterkonstruktionen, die in vielen Massenmedien transportiert werden, aufzulösen?

„Regendering Media“ befasst sich mit dem Geschlechterdiskurs in den Medien und besteht aus zwei Gesprächsrunden, davon eine in Linz und eine in Wien, einer Plakataktion im Wiener Resselpark und einem Printprojekt. Aufbauend auf einer Recherchephase in Form von ExpertInnengesprächen wird versucht mit den Mitteln der Kunst einen aktivistischen Akzent in der Öffenlichkeit zu setzen.

.

Es diskutieren auf DORF-TV:

Waldtraud Ernst, Philosophin
seit Juli 2010 Universitätsassistentin am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung der Johannes Kepler Universität Linz. Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Gender in Science and Technology; Feministische Wissenschafts- und Erkenntnistheorie; Theorien und Methoden der Gender Studies.

Andrea Mayer-Edoloeyi
Social Media Managerin der Katholischen Aktion OÖ, Bloggerin, Theologin, Kulturarbeiterin, Feministin und sonst noch so allerlei. Lebt in Linz. http://andreame.at

Brigitte Theißl
Studium der Unternehmenskommunikation, Journalismus und Gender Studies, Dissertantin der Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Wien, berufliche Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen, Medien und Populärkultur, Betreiberin des feministischen Weblogs „Denkwerkstatt“.

Assimina Gouma
Kommunikationswissenschaftlerin und Migrationsforscherin. Dissertation zu transnationalen Medienpraktiken mit Fokus auf griechische MigrantInnen. Lehrveranstaltungen zu Medien-Migration-Rassismus und Kritischem Journalismus. Mitglied der Forschungsgruppe “Kritische Migrationsforschung”.

July 09 2011

15:16

Papier hat keine Freundinnen

Heute hatte ich das Vergnügen für die Radio FRO Lehrredaktion einen Workshop Social Media zu gestalten. Das Doku-Blog dazu heisst Papier hat keine Freundinnen. Neben allerlei Praktischen rund um Social Media hatten wir auch Gelegenheit, zu diskutieren, wie sich das Verhältnis Freie Medien und user-generiertes Internet so gestaltet und gestalten wird. Ich habe mich in der Vorbereitung dazu "rough and dirty" in einigen Thesen versucht, die ich hier gerne nochmal zu Diskussion stellen möchte.

Freie Medien und Journalismus 2.0 - einige Thesen zur Debatte: 

  • Cross-Media-Publishing ist State of the Art.
  • Freie Radio Macher_innen waren sowieso schon immer darauf verwiesen, sich für die eigene Sendung eine Community aufzubauen. Warum das nicht im Internet weiterentwickeln?
  • Das user-generierte Internet ist jedenfalls eine Freundin des Freien Radios. Ob es eine Freundin des kommerzielles Radio ist, wird sich zeigen. Wird in 10 oder 20 Jahren überhaupt noch jemand vom Radio sprechen?
  • Tradierte Geschäftsmodelle der Mainstream-Medien geraten durch das user-generierte Internet und das Abwandern der Werbewirtschaft auf Plattformen wie Facebook oder Google unter Druck.
  • Freie Medien haben große Chancen, weil sie sowieso ein "alternatives Geschäftsmodell" haben, dass 1:1 mit dem user-generierten Internet zusammen passt. Crowdsourcing machen Freie Medien sowieso schon immer, Strukturen für das Crowdfunding müssen weiterentwickelt werden.
  • "Alternativer" Content wird wichtiger, weil das Internet mehr Nischen zulässt. "User-generiert" ist nicht gleich "alternativ". Cat-Content gibt es haufenweise. "Alternativ" ist vielleicht das, was in der Charta der Freien Radios steht.
  • Guten Journalist_innen mit Ambitionen kann das user-generierte Internet dabei helfen, eine Online-Reputation aufzubauen, die sich (vielleicht!) auch in künftige Jobs umsetzen lässt. Diese Jobs werden aber völlig anders aussehen als im 20. Jahrhundert.

Was meinst Du dazu?

May 27 2011

16:40

Netzneutralität?

Der Erfolg des Internet beruht auf der Gleichheit aller Datenpakete. Neuere Überlegungen orientiert - an der kommerziellen Verwertung - könnten das in Frage stellen. Nach der Zwei-Klassen-Medizin nun auch das Zwei-Klassen-Internet?

Frage am Rande ;-) Ist irgendwer in den Kirchen schon auf die Idee gekommen, dass das alles eine entscheidende Frage sozialer Gerechtigkeit von morgen sein könnte?

April 16 2011

09:56

Sei dabei bei der Demo gegen Vorratsdatenspeicherung - bevor es zu spät ist!

Kein konkreter Verdacht, kein richterlicher Beschluß, kein Gar-Nichts. Das ist die Grundlage für die Vorratsdatenspeicherung. Telekommunikations-Verkehrsdaten aller Bürger_innen sollen aufgezeichnet werden, Ende April soll diese EU-Richlinie im österreichischen Nationalrat beschlossen werden. Betroffen sind alle aufgerufenen IP-Adressen, alle E-Mail-Empfänger_innen, alle angerufenen Telefonnummern und alle Mobilfunk-Standortdaten. Das zeigt für mich auch wieder einmal, dass die EU nicht der Hort der Grund- und Menschenrechte ist, sondern da krankt es offensichtlich am Verständnis, was Achtung der Privatsphöre bedeutet, bedeuten würde. Und die österreichische Politik ist offenbar mehrheitlich unfähig sich dagegen zu stellen.

Die Einführung der Vorratsdatenspeicherung ist eine Umkehrung der Unschuldsvermutung. Grundsätzlich wird jeder Bürger überwacht und seine Daten werden aufgezeichnet, egal ob dieser eines Verbrechen schuldig ist oder nicht. Aufgrund bisheriger eingeführter Überwachungsmaßnahmen (Handyortung mit dem Sicherheitspolizeigesetz) und Erfahrungen in anderen Staaten, muss davon ausgegangen werden, dass diese Technologie unweigerlich zu Missbrauch führen wird.
Auch das Argument, es würden ja keine Inhaltsdaten gespeichert, kann nicht zählen. Aus den sozialen Kontakten und dem Bewegungsprofil kann ein sehr exaktes Personenprofil erstellt werden.

Darum wird am 21. April demonstriert in Linz und in Graz. Ich bin in Linz dabei und lade herzlich ein, es mir gleich zu tun, denn sonst ergeht es uns bald wie dem Frosch im heißen Wasser:

Reposted bykrekk02mydafsoup-01KingBalance

June 25 2010

12:25

Internet für alle! PANGEA in St. Georgen

PANGEA zieht für die nächste Woche um nach St. Georgen im Attergau, dorthin, wo es nicht nur Einheimische und Tourist_innen gibt, sondern auch die Erstaufnahmestelle für Asylwerber_innen. Es gibt freien Internetzugang für alle, Workshops, Diskussionsrunden und natürlich eine Abschlussparty. Idee ist, dass die Medienaktivitäten verbindend wirken - und die Hoffnung ist, dass vielleicht etwas übrig bleibt vom Miteinander ...

Uns allen, die wir so gerne jeden Tag vor unseren Rechnern sitzen, uns online vernetzen und über allerlei Wichtiges, aber auch Belangsloses kommunizieren, ist wohl kaum bewusst, dass das nicht für alle möglich sind. Ich rede hier jetzt nicht von Menschen, die aus welchen Gründen auch immer einfach kein Email, Web oder gar Social Media wollen, sondern von Menschen, die strukturell ausgeschlossen werden.
Asylwerber_innen gehören zu diesen Menschen. In St. Georgen im Attergau gibt es keine Möglichkeit für kostenlosen Internetzugang. Außer nächste Woche, da schon. Wie es in Traiskirchen ausschaut weiss ich nicht, aber ich vermute es ist ähnlich trist.

Die Erfahrungen von PANGEA in Linz (wo ich seit einigen Jahren im Vereinsvorstand aktiv bin) zeigen, dass Internetzugang für Asylwerber_innen etwas ganz wichtiges ist, denn nur so ist für viele ein Kontakt mit Freund_innen und Familie im Herkunftsland möglich, da Telefonieren oft zu teuer ist. Internetzugang ermöglicht aber auch Orientierung in Österreich und erste Kontakte. PANGEA bietet weit mehr, Workshops, Kulturprojekte, technische Unterstützung, ... - aber wichtig ist und bleibt ganz simpel der Zugang zu einem Computer mit Internetanschluss. Das jetzt exemplarisch auch in St. Georgen zu bieten, ist möglich geworden durch eine Projektförderung des KUPF-Innovationstopfes.

June 22 2010

18:57

Allerherzlichste Gratulation zum Sendestart von Dorf TV

Im Dorf trifft man_frau sich. Das passt auch zum heutigen Abend, ich war auf der Eröffnung von Dorf TV, dem ersten usergenerierten Fernsehen in Oberösterreich und habe Massen, echt Massen, an Bekannten und Freund_innen getroffen. Es gab ja auch was zum Feiern: Nicht jeden Tag geht ein neuer Fernsehsender an den Start, noch dazu so einer - einer, wo jede_r selbst Fernsehen machen kann. Der Dank gilt den Initiator_innen, allen vor Gabi Kepplinger, Georg Ritter und Otto Tremetzberger, ohne deren Kompetenz, aber auch Pentranz am Thema dran zu bleiben, wir heute nichts zum Feiern gehabt hätten.

Genau dieses Selbst-Machen ist auch das wirklich Interessante für mich an Dorf. Massenmedien-Einheitsbrei haben wir sowieso schon genug, es wird Zeit, dass sich hier das Verhältnis Empfänger_in - Sender_in entscheidend verschiebt, genauso wie bei den Freien Radios, die mir nach wie vor wichtig sind. Fernsehen-Machen klingt aufs erste nicht so einfach, aber vermutlich hat Gabi schon recht, wenn sie sagt "Just do it", es geht mehr ums Wollen und Trauen als um die Perfektion von Haus aus. Brauchen wir die überhaupt? Ich weiss jetzt noch gar nicht wie genau ich mich da einbringen kann, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da über kurz oder lange meine Rolle als Konsumentin verlassen werde und selbst etwas beitrage. Mal sehen ...

Nachdem die medienpolitische Lage in Österreich sowieso nach wie vor nicht so rosig ist, ist es wirklich fein, dass mit Dorf wieder einmal ein Schritt in die richtige Richtung gelungen ist und es ist natürlich zu hoffen, dass die noch notwendigen ausständigen Förderzusagen v.a. vom Land Oberösterreich auch wirklich einlangen. Ich denke wir brauchen einen starken, unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem klaren ebensolchem Auftrag und wir brauchen freie, nicht-kommerzielle Medien, Radio, Fernsehen und ein freies Internet sowieso ;-) Die kommerziellen Sender sind mir ehrlich gesagt herzlich wurscht und sollen schauen, wo sie am Markt bleiben, wer antritt, Profit zu generieren, soll das auch tun und dann nicht jammern, wenn das Profit-Machen nicht so einfach ist.

Es geht um mündige Menschen, um Selbstbestimmung und um Meinungsfreiheit. Zur Feier des Tages sei Berthold Brecht zitiert:

Um nun positiv zu werden: das heißt, um das Positive am Rundfunk aufzustöbern; ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks: Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen.

Reposted byLinz Linz

May 16 2010

13:46

Wanted: Soziale Verantwortung in der Medienlandschaft

Am 20. Mai habe ich das Vergnügen im Diskurscafé "Wanted: Soziale Verantwortung in der Medienlandschaft" mizudiskutieren. Einladen tut die Katholische Sozialakademie gemeinsam mit dem Renner-Institut im Rahmen des Frauen-Lehrgang Geld und Leben. Ein grosses Thema. Ein sehr grosses Thema:

Gibt es in der Medienlandschaft Österreichs soziale Verantwortung? Und wenn ja, wo ist sie eigentlich zu finden? In Zeiten, in denen die größte Tageszeitung Österreichs politisch äußerst fragwürdige Kampagnen fährt, drängt sich immer mehr die Frage nach der Verantwortung der Medien auf. Was dürfen Zeitungen zum Thema machen, was müssen Zeitungen zum Thema machen?
Wie kann über Dinge berichtet werden, ohne ihnen gleichzeitig zu viel Raum zu geben und Werbung für Personen, Parteien, etc... zu machen?
Welche Rolle spielen die sogenannten "neuen Medien"?
Wie müssen wir "selbstgemachte" News à la Twitter bewerten?

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