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December 13 2013

18:39

Was ist übrig geblieben von Weihnachten?

christmasNeuerdings in einer vertrauten Runde: Alle, alle ohne Ausnahme, haben Stress mit Weihnachten. Die einen würden am liebsten weit weg auf Urlaub fahren. Wer anderer switcht am Heiligabend zwischen zwei verfeindeten "Familien" und kann es niemand recht machen. Und die nächste spürt zu Weihnachten besonders intensiv die Einsamkeit. Der Druck auf traute Familie zu machen, kostet unendlich viel Energie. Alle sind gestresst, niemand redet darüber wie es ihr oder ihm wirklich geht.

Was ist da passiert? Ich glaube viel mehr als nur der sowieso offensichtliche Konsumwahn. Die eigentliche Message von Weihnachten kommt nicht mehr an. Kein Platz für Gott, der Mensch geworden ist, nichts Tragendes mehr und die Erinnerungen die Kindheit werden mit der Distanz der Erwachsenen auch immer weniger verklärt. Es wirkt nur noch der Druck etwas heil darzustellen, dass nicht heil ist.

Was ist das, dass so viele Menschen froh wären, wenn der 24. und 25. Dezember Tage wie alle anderen wären? Millionen Menschen weltweit sind Christ_innen - und so wenig hilft diese gute Botschaft zum guten Leben, ja ihre Traditionen machen es Menschen sogar noch schwerer gut zu leben.

Nachdenklich ....

Foto: Flickr CC by-nc-nd rageforst

Tags: Theologie

December 08 2013

11:31

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt

Heute habe ich angesichts des Marienfeiertags auf Facebook wieder mal ein paar polemische Kommentare zum Thema Erbsünde gelesen. Ja, dieser Begriff ist heute mehr als missverständlich. Viel zu lange wurde Sünde vor allem als sexuelle Verfehlung missverstanden - und in diesem Kontext wäre aufeinmal unser bloßes Geborensein, dass ja einen Sexualakt der Eltern voraussetzt, eine Sünde. Was für eine negative Sicht des Menschseins, wenn das so reduziert wird!

Dem möchte ich eine andere Sicht der Rede von Erbsünde entgegenhalten. Diese halte ich für durchaus beachtenswert:

Unter Erbsünde verstehe ich auch, dass wir in eine Welt geboren sind, die nicht perfekt ist. Im Gegenteil: Wir leben in "ererbten" Strukturen der Ungerechtigkeit und es ist selbst bei bestem Willen nicht immer möglich nicht zu strukturellen Mittäterin zu werden. Mit jeder Autofahrt, mit jedem Billigeinkauf, ja, mit jeder versäumten Protestaktion mache ich mit mitschuldig am Leid in dieser Welt.

Irgendwie finde ich, dass dieses bekannte Video der Ärzte zum Thema passt: "Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt"

Tags: Theologie

November 20 2013

18:06

Blockstöckchen aufgenommen - Gespräch von Blog zu Blog

Andrea Rehn-Laryea, die ich schon lange von Twitter kenne und bei Kirchehoch2 auch Face2Face getroffen habe, schickt mir ein Blogstöckchen. Da will ich mal antworten, denn:

Ein Blog sollte nicht nur der Information sondern auch der Kommunikation dienen. Vernetzung lautet das Zauberwort. Eine Möglichkeit, mit anderen Blogschreiberinnen und -schreibern in Austausch zu kommen, ist es, sich in der Art von Kettenbriefen gegenseitig Fragen zu stellen und um Beantwortung zu bitten, „Blogstöckchen“ genannt.

Die Fragen:

1. Kirche/Religion im Urlaub: Besuchst du Kirchen/Gotteshäuser, Gottesdienste oder kirchliche/religiöse Veranstaltungen und warum bzw. warum eher nicht, niemals?
2. Mit welcher biblischen Person würdest du dich gerne mal unterhalten und worüber?
3. Eine Flut von Adventskalendern bricht demnächst über uns ein. Was für einen bevorzugst du: online, per Mail, mit Schoki & Co, gekauft oder selbstgemacht, gar keinen, ...?
4. Wie feierst du am liebsten Weihnachten: in der Familie, mit Freund_inn_en, alleine, auf einer Feier für und mit Einsamen und/oder Obdachlosen, im Kloster, ruhig oder Party, bei der Arbeit, ...?
5. Welches ist nach deiner Meinung die größte Herausforderung für die Kirchen in den nächsten Jahren?

Und meine Antworten:

1. Kirche/Religion im Urlaub: Besuchst du Kirchen/Gotteshäuser, Gottesdienste oder kirchliche/religiöse Veranstaltungen und warum bzw. warum eher nicht, niemals?

Ja, ich besuche gerne Kirchen im Urlaub. Nicht nur, aber auch. Da mag ich besonders, wenn ich mich mit Weihwasser und einem Kreuzerl auf das Betreten eines besonderen Ortes einstimmen kann. Manchmal ist es gut dort nach einem anstrengenden Rundgang in einer Stadt eine Auszeit verbringen zu können und ich mich hinsetzen kann und eine Weile die Ruhe genießen. Manchmal schaue ich mir auch die Kunstschätze näher an, in Barockkirchen ärgere ich mich dann aber meist über den Prunk und das damit verbundene Kirchenbild der Gegenreformation. Auch Gottesdienste habe ich schon besucht. Das aber nicht so oft: Einerseits weil oft die Informationen im Internet so mangelhaft sind, dass ich mir da kein Bild vorab machen kann, wann mich was erwartet, andererseits weil ich ja nicht überall die Sprache verstehe. Eine katholische Messe hat zwar den Vorteil, dass der Ablauf weltweit überall gleich oder zumindest ähnlich ist, aber selbst in Sant'Egido in Rom ist mir bei der Predigt auf Italienisch etwas fad geworden. In schöner Erinnerung habe ich den Gottesdienst am heiligen Abend in Assisi. Aber auch da habe ich nichts verstanden ;-)

Santo Stefano, AssisiSanto Stefano, Assisi

2. Mit welcher biblischen Person würdest du dich gerne mal unterhalten und worüber?

Mit Maria, der Mutter Jesu. Dorothee Sölle interpretiert diese Frau ja durchaus als subversiv. Sie hatte den Mut sich gegen alle Konventionen ihrer Zeit zu stellen. Das Magnificat ist ja Ausdruck dafür. Ja, von Maria könnte ich viel lernen, glaube ich.

3. Eine Flut von Adventskalendern bricht demnächst über uns ein. Was für einen bevorzugst du: online, per Mail, mit Schoki & Co, gekauft oder selbstgemacht, gar keinen, ...?

Ich finde die Flut echt furchtbar und die Kommerzialisierung noch mehr. Ich freue mich auf das neue Adventkalender-Projekt der Katholischen Jugend OÖ auf Facebook, wo ich schon ein klein bisserl reinschnuppern durfte (mehr dazu bei Zeiten auf http://kirche20.at). Und gegen Schokolade habe ich auch nichts. Nie!

4. Wie feierst du am liebsten Weihnachten: in der Familie, mit Freund_inn_en, alleine, auf einer Feier für und mit Einsamen und/oder Obdachlosen, im Kloster, ruhig oder Party, bei der Arbeit, ...?

Am liebsten fahre ich weg über Weihnachten. Es ist dann ein bisschen ein Flucht vor all dem Trubel und durch die andere Umgebung kann ich die adventlichen und weihnachtlichen Elemente mehr geniessen. Sogar die geschmückten Palmen auf Kuba waren da gar nicht mehr kitschig.
Heuer wird es aber ein ruhiges Weihnachten zu Hause mit meinem Freund und einem Besuch meiner Mama werden, hoffentlich mit selbstgemachten Keksen und einem Mitfeiern der Mette. Auch gut.

5. Welches ist nach deiner Meinung die größte Herausforderung für die Kirchen in den nächsten Jahren?

Big Question! Es hängt wohl alles an der Frage, ob es Kirche gelingt Pluralität positiv wahrzunehmen und das Evangelium in unterschiedlichen Kontexten für Menschen neu spürbar werden zu lassen. Kann sich diese alte, gewachsene Institution vom "Denken und Sprechen, Fragen und Dasein der Menschen" (Klaus Hemmerle) her ein Stück weit neu erfinden und damit auch das Feuer neu entfachen - oder gibt es weiter "more of the same", das für viele Menschen einfach keine biografische Relevanz mehr hat? Ich finde jedenfalls wir leben in spannenden Zeiten für die Kirche!

Und nun darf ich fünf Fragen formulieren und an andere Blogger_innen weiterreichen:

1. Jede/r braucht mal eine Auszeit. Wann sind bei Dir die digitalen Gadgets bewusst off? Oder gibt es das nicht?
2. Wie hast Du Dir dein Leben in Deinem jetztigen Lebensalter vorgestellt als Du 13, 14, 15, mitten in der Pubertät, warst?
3. Die Kirche stellt Dich für ein Jahr an und Du kannst machen, was Du ganz persönlich ganz, ganz wichtig findest. Was würdest Du tun?
4. Was sind Deine Ressourcen um den Gedanken an die in Auschwitz und Mauthausen ermordeten Menschen oder an Kinder, die heute verhungern, auszuhalten?
5. Du bekommst € 100.000 mit der Auflage das Geld für soziale, politische oder kulturelle Zwecke zu verwenden. Wo investierst du?

Weitergeben möchte ich das Blogstöckchen an:

Maria Herrmann | tomatedesign
Antje Schrupp | Aus Liebe zur Freiheit
Brigitte Theißl | Denkwerkstatt
Helmut Ausserwöger | Ausserwoeger's Blog (weil Du zwar selten, aber dann immer voll klasse bloggst)
Hans Christian Voigt | Kellerabteil

Wer die Fragen beantwortet hat, kann selbst neue Fragen formulieren und das Blog-Stöckchen an andere weiterwerfen. Ich bin schon gespannt, was da rauskommt!

October 13 2013

17:31

Mein Profil-Update

Ich habe grade meine Profile bei Xing und LinkedIn auf den neuesten Stand gebracht. Facebook war schon vor ein paar Tagen dran, da bin ich ja öfter unterwegs. Die erst genannten sind ja, so wie ich so nutze, nur bessere Telefonbücher. Und die sollten stimmen, um ihren Zweck zu erfüllen. Der Grund ist ein höchst erfreulicher. Ich habe es geschafft: Ich habe mein Theologiestudium abgeschlossen.

Yeah! Yeah! Yeah! Ich kann es immer noch nicht so recht glauben. Es ist noch nicht ganz echt, angekommen, innen drin. Aber doch schon 9 Tage alt, denn die Diplomprüfung war am 4. Oktober. Naja, vielleicht kann ich es dann glauben bei der Sponsionsfeier, die am 1. Februar ansteht.

Das "unecht"-Feeling hat vor allem einen biografischen Grund. 1990, vor 23 Jahren, habe ich das erste Mal an einer Uni inskripiert. Soziologie und Jus war es an der JKU. Jahre später habe ich im Bourdieu-Seminar gelernt, dass dieses "Fremd-Feeling" an der Uni für mich als "Arbeiterkind" nie weggehen wird und mir biografisch mitgegeben ist, eingeschrieben ist. Aber zu wissen, warum das so war, war doch manchmal aufschluss- und hilfreich.

Ich habe an der JKU nie fertig studiert, aber an der Uni durch mein Engagement in der ÖH, der Studierendenvertretung, echt viel gelernt. Das Packerl JKU-Scheine, die mir diese Tage wieder in die Hände gefallen sind, ist bescheiden ausgefallen. Jedenfalls waren es viel zu wenig für irgendeine Aussicht auf einen Studienabschluss.

Dann habe ich viele Jahre im Kunst- und Kulturbereich gearbeitet. Etwas, das ich auch wirklich gerne getan habe - und wo ich wieder viel gelernt habe und gestalten konnte. Aber irgendwie war da ein "nicht-genug"-Feeling - in zweifacher Hinsicht: eigentlich wollte ich schon ein Studium beenden und ich bin mit über 30 drauf gekommen, dass mir die rein innerweltlichen Antwortversuche nicht genug sind und dass, die_der, die_den wir "Gott" oder "Gött_in" nennen für mich von Bedeutung ist.

So habe ich die Spur der Theologie entdeckt. Im ersten Semester war ich ja eigentlich nur schnuppern auf der KTU und habe zwei Lehrveranstaltungen belegt - "schauen, ob die da eh was Gscheites machen" und ob das was mit Wissenschaft zu tun hat. Die KTU hat mich überzeugt und wurde forthin der Ort meiner religiösen Sozialisation (über das hinaus, was ich als Kind erlebte und was als Jugendliche einen radikalen Abbruch erfuhr).

Und es war lustvoll und sehr gewinnbringend dieses Studium. Die Theologie und die Philosophie hat mir Welten geöffnet: rational und persönlich. Als ich angefangen habe zu studieren, hatte ich keinerlei Idee, ob und was daraus jemals beruflich werden würde. Das war mir einfach egal. Es war einfach wunderbar an der Uni und ich nahm auch die nicht oft, aber doch, vorkommenden Pflichtlehrveranstaltungen, die mich nicht so interessierten, in Kauf. Das war sowieso selten, denn das Allermeiste habe ich immer geliebt. Vor allem auch das Gefühl, studieren und lernen zu können ohne gleich sofort zu fragen: "Ja, Immanuel Kant, Karl Rahner oder Mary Dily - und was nutzt mir das jetzt?". Im Hörsaal sitzen und da in strukturierter Weise neue Welten eröffnet bekommen: I love it!

Dieses Feeling konnte ich dann umso mehr genießen, als ich es gemanaget hatte, dass ich vier Jahre lang ohne viel berufliche Tätigkeit nebenbei mittels einer Outplacement-Stiftung eine Basisabsicherung vom AMS erhalten habe. Selbst vorher so unvorstellbare Dinge wie Alt-Griechisch zu lernen, machten wir enorme Freude.

Irgendwann kam dann die Zeit, wo ich doch wieder einen Job brauchte, um davon leben zu können. Heute sehe ich es als echte Fügung - von oben? ;-) - an, dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die Katholische Aktion OÖ ein neues Zielgruppen-Projekt für junge Erwachsene mit dem Inhalt der Internetkommunikation mit diesen startete und sie dafür eine Mitarbeiterin suchten. Superspannend, denn das Internet hatte mich ja sowieso schon immer begleitet. Ich bewarb mich, es passte für alle und ich kriegte den Job. Daraus hat sich so manches weiterentwickelt ... aber das ist eine andere Geschichte ;-)

Ich studierte natürlich weiter. Und es wurde mühsam. Je cooler und spannender mein Job wurde (und er wurde und ist es noch immer!), je mühsamer wurde das Studieren. Relativ gut gingen nach wie vor geregelte Teile mit Anwesenheit an der Uni, schwieriger war schon die Diplomarbeit. Diese ist sicher dann letztlich inhaltlich sehr gut geworden, hat aber wesentlich länger gedauert als ich es selbst gewollt hatte. Manchmal war ich da auch schon am zweifeln, ob es klug war ausgerechnet das Thema meiner beruflichen Arbeit auch zum Thema meiner wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeit zu machen. Whatever, heute eine müßige Frage. Die Diplomarbeit ist längst fertig und ab und zu freue ich mich selbst daran, wenn ich sie zur Hand nehme.

Was wirklich schwierig war, ist mein Scheitern beim ersten Antritt bei der Diplomprüfung. Nichts hat gepasst zu dem Zeitpunkt und es hat ziemlich lange gedauert bis sowohl die notwendigen Rahmenbedingungen als auch mein eigenes Feeling zum Studium wieder in Balance waren. Geholfen haben mir dabei sicher die Erinnerungen an die vielen schönen Jahre an der Uni, an die tollen Seminare, an die Freude bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Theologie und nicht zuletzt an die Menschen an der Uni. Mühsam war es zum Schluss, echt. Ich hatte das wirklich nicht clever angegangen. Aber, whatever: es hat geklappt. Es ist gut. Sehr gut. Sehr, sehr gut.

Ich geniesse es noch immer - und ich glaube das wird noch eine Weile anhalten. Ein bisschen Uni-Feeling gibt es sowieso noch, weil ich ja im Bereich Philosophie und Kunstwissenschaften, meinem Zweistudium, noch ein paar Scheine offen habe und so der Uni erhalten bleibe. Das werde ich wohl mit einer neuen Leichtigkeit machen können und auch alles andere, was ich noch so tun werde in Zukunft.

Studiert alle Theologie! Das beste Studium ever! Echt.

Foto: Flickr CC by-nc-sa clspeace

Tags: Theologie

September 19 2013

16:10

Freundschaft 2.0

Für die Zeitschrift "neue gespräche", herausgegeben von der AKP - Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e.V., habe ich einen Beitrag zum Thema Freundschaft geschrieben. Danke an Uli Berens für die redaktionelle Bearbeitung.

Freundschaft 2.0

„Ich habe 137 Freunde.“ Solche Aussagen lassen den Wert des Internets für die Pflege von Beziehungen fragwürdig erscheinen. Vier Klarstellungen und Überlegungen. Von Andrea Mayer-Edoloeyi

1. Freund_innenschaft im Internet: Das Thema ist in der öffentlichen Diskussion von vielen Missverständnissen geprägt. Ein beträchtlicher Teil davon beruht auf einem Übersetzungsproblem: Der Begriff friend im Englischen meint den weiteren Bekanntenkreis, der Begriff Freund_in im Deutschen bezeichnet dagegen traditionell einige wenige Menschen, mit denen ich engere, vertrautere Beziehungen pflege. Über Facebook bin ich wohl auch mit einigen engen Freund_innen verbunden, den Großteil dieser Beziehungen bilden aber Beziehungen zu friends - zu losen Bekannten.

2. Das Beziehungsmanagement im Social Web ist also oft ein Management von „weak ties“, eines erweiterten Freundes- und Bekanntenkreises. Diese „weak ties“ spielen jedoch nach der soziologischen Netzwerktheorie eine wichtige Rolle für den Aufbau von Sozialkapital. Die engsten Beziehungen („strong ties“) werden online wie offline gepflegt; der Termin für den Kaffeetratsch wird vielleicht auf Facebook arrangiert, der gemeinsame Kaffee wird aber immer noch in der Kohlenstoffwelt getrunken. Der Facebook-Erfinder Marc Zuckerberg sagt dazu ganz prägnant: „Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht. Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiss nicht was Freundschaft bedeutet.“

Viele Jugendliche, die im Social Web besonders aktiv sind, verwenden große Kreativität darauf, um den Unterschied zwischen den „weak ties“ und „strong ties“ deutlich zu machen. Selbst dann, wenn der geschlossene Software-Code einer Social Networking-Site die spezifische Kennzeichnung enger FreundInnen nicht vorsieht, entwickeln sie diffizile Strategien, um ihre Kontakte zu unterscheiden, zum Beispiel über eindeutig benannte Fotoalben oder Verlinkungen auf Fotos. Dazu passt, dass Jugendliche seit Jahrzehnten als Lieblingsbeschäftigung faktisch unverändert „Mit Freunden treffen“ angeben. Überhaupt hat sich das Freizeitverhalten von jungen Menschen kaum nennenswert verändert; die ständige mediale Begleitung ist aber dazu gekommen.

3. Ein Start bei Facebook setzt in der Regel bestehende Beziehungen voraus. Das heißt: Ich nutze Facebook, um mit meinen Freund_innen, Bekannten, Verwandten in Beziehung zu bleiben. Auch die allmähliche Ausweitung des Beziehungsnetzes, die sich dann entwickelt, beruht in der Regel wieder auf gemeinsamen Bekanntschaften. Twitter ist anders: Es arbeitet nach dem „Follower-Prinzip“. Das bedeutet, ich „folge“ jemandem, indem ich seine Nachrichten (genannt „Tweets“, bestehend aus maximal 140 Zeichen) abonniere und dann automatisch mitlesen kann. Wenn das Gegenüber meinem Twitter-Account „folgt“, kann er meine Nachrichten mitlesen.

Meine friends auf Facebook habe ich also meist auch schon face-to-face getroffen, sie waren mir schon vorher näher oder weitläufiger bekannt. Meine follower auf Twitter dagegen habe ich meist dort erst kennen gelernt. Denn auf Twitter suche ich mir in der Hauptsache Anbieter_innen aus, deren Themen mich interessieren. Das kann Barack Obama sein oder die „Frankfurter Allgemeine“; mit beiden muss ich nicht befreundet sein, um follower zu werden. Twitter ist also stärker thematisch gruppiert. Allerdings bringt mich das Interesse am gleichen Thema möglicherweise mit Leuten in Freund_innenschaft zusammen, die ich vorher nicht kannte.

Das heißt: Die unterschiedliche Struktur der jeweiligen Social Media bringt einen unterschiedlichen Umgang mit Beziehungen mit sich. Ich möchte beides nicht missen und kann insbesondere sagen, dass ich manche mittlerweile zu meinen engen Freund_innen zähle, die ich ohne Twitter nie kennen gelernt hätte. Mittlerweile finde ich es nicht mehr ungewöhnlich, Bekannte von Twitter auch face-to-face zu treffen.

4. Das Social Web schafft durch die Möglichkeit der Anonymisierung neue Chancen. Ist das interessante Gegenüber, dass ich im Web als „BoingBoing“ kenne, nun alt oder jung, Mann oder Frau, „schwarz“ oder „weiß“, Professor oder Sponti? So manche interessante Überraschung habe ich da schon erlebt. Die Anonymität erleichtert es mir auch, aus meiner „Deckung“ zu kommen, mich zu offenbaren, zu zeigen, wie ich wirklich bin. Ein Beispiel: Der Hashtag (Schlagwort) #aufschrei bündelte in kurzer Zeit unzählige Berichte über Alltagssexismus. Er animierte viele Frauen und Männer, im Schutz der Anonymität ihre Erfahrungen zu erzählen; in kurzer Zeit kamen tausende, zum Teil sehr berührenden Tweets zusammen. Aus dem Netz wanderte das Thema zurück in die etablierten Medien und in die Politik, eine Wirkung, die zuvor noch kein Hashtag in Deutschland hatte; #aufschrei wurde dafür mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet.

Es lohnt sich darum darüber nachzudenken, wo sich durch die Kommunikation im Internet auch neue Chancen ergeben, sich vorurteilsfrei, offen und jenseits festgelegter Rollenklischees zu begegnen, und ob neue Freund_innenschaften möglich werden, die so einfach ohne das Internet nicht entstanden wären. Denn das Internet lässt mich ja zunächst einfach nur das wahrnehmen, was da jemand schreibt und mit seinen friends und followern teilt. Dabei bleibt das Faktum, dass mein Gegenüber im Internet zum Beispiel gehörlos ist oder ein schlimmes Flüchtlingsschicksal hat, für meine Begegnung und meinem Umgang mit ihm nicht entscheidend.

Das Social Web kann darum neue Freiheiten schaffen, womöglich Vorurteile abbauen und Freund_innenschaften jenseits von meinen bisherigen sicheren Gewohnheiten ermöglichen.

Foto: Flickr CC by-nc-sa amanda.venner

July 22 2013

17:29

Rezension Gemeinde ihn Zukunft

Für die Theologisch-Praktische Quartalschrift 3/2013 habe ich eine Rezension eines wirklich empfehlenswertes pastoraltheologischen Buches geschrieben.

Sellmann, Matthias (Hg.), Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle (Theologie kontrovers), Freiburg im Breisgau – Basel – Wien 2013

Anliegen dieses Sammelbandes ist es, die Konzeptionsdebatte von Gemeinde intensiv zu führen. Wie geht es mit Kirche vor Ort weiter? Was sind dafür tragfähige Modelle? Dabei wird auf eine ungewöhnliche, aber produktive Konzeption gesetzt: Vier Grundsatztexten der Pastoraltheologen Rainer Bucher (Graz), Andreas Wollbold (München), Herbert Haslinger (Paderborn) und Norbert Mette (Dortmund) folgen Repliken dieser auf ihre Kollegen, die in einer weiteren Runde noch einmal eine Erwiderung erfahren. Im zweiten Teil geben sieben Expert_innen (Dorothea Steinebach, Christian Hennecke, Hildegard Wustmans, Michael Böhnke, Michael Fischer, Christian Bauer, Markus-Liborius Hermann) je eine bedeutsame Handlungsanweisung für die Kirche vor Ort. Der Herausgeber widmet sich zum Schluss der Synopse der Positionen des gemeindetheologischen Diskurses und findet sechs zusammenhängende Ressourcen zukünftiger Gemeindeentwicklung.

Rainer Bucher und Herbert Haslinger sind pointierte Kritiker der Gemeindetheologie bzw. Gemeindeidee, die in den 1970er-Jahren entstanden ist. Diese Praxis- und Sozialform hat heute kaum mehr Passung mit der pluralen Lebenswirklichkeit der Menschen. Der Anspruch an Menschen, aktives Gemeindemitglied zu sein, ist nicht kompatibel mit einer an biografischen Bedürfnissen orientierten situativen Religiosität. Herbert Haslinger sieht Gemeinde als Fortsetzung des vorkonziliaren Paternalismus mit anderen Mitteln. Dieser Versuch scheitert aber zunehmend, weil sich viele Menschen distanzieren. Rainer Bucher plädiert dafür, das Territoriale möglichst lange aufrecht zu erhalten. Wenn es eine wahrnehmungssensible Angebotsstruktur ist, verringert das Territorialprinzip der Kirche die Gefahr, den „Zeichen der Zeit“ auszuweichen. Das ist „ein starkes Signal diakonischer Selbstanbietung der Kirche an und für alle“ (24), „die auch dorthin geht, wo die Kirche endgültig religionsgemeinschaftliche Macht verloren hat“ (39). Hilfreich ist es, die Sozialform Gemeinde zu entmythologisieren und sie als Teil eines Netzes pastoraler Knotenpunkte zu verstehen.

Norbert Mette hält entgegen, dass die Intention des Konzils, Kirche als Gemeinschaft von Gemeinschaften zu konzipieren, unzureichend eingelöst wurde, vor allem durch die Zentrierung auf das Leitungsamt. Die Gemeinde als Praxisform der Solidarität in Antizipation der Reich Gottes-Botschaft gibt es. Ohne den gemeindetheologischen Impuls wäre die Krise der Kirche noch tiefer. Notwendig sei eine stärkere Rückbesinnung auf die Sendung der Kirche in der Welt.

Irritierend dazu sind die Beiträge von Andreas Wollbold. Er schlägt eine Orientierung am dreifachen Amt Christi vor, in dem sich die gesamte Pastoral erschöpft. Insgesamt bleibt – trotz der Debatte – bei den Vorschlägen von Andreas Wollbold unklar, wohin sich die Pastoral angesichts der Krisenerfahrungen und veränderter Kontexte entwickeln könnte. 


Diesem Sammelband gelingt, dass das Ganze wirklich mehr ist als die Summe seiner Teile. Nicht nur die Krise, Grenzen und Probleme der Sozialform Gemeinde werden benannt, sondern Potentiale werden freigelegt, die hilfreich sind, um zumindest in mittlerer Reichweite Gemeinde als Teilbereich der Pastoral positiv weiterzudenken. Dazu gehören die stärkere Orientierung an Charismen, das Taufbewusstsein, das gemeinsame Priestertum und eine stärker pneumatologisch gewendete Ekklesiologie. Dabei werden „Anders-Orte“ (Wustmans) entdeckt, die die Kirche von einer Komm- in eine Gehstruktur (Hennecke) verwandeln. Nähe und Lokalität kommen so neu in den Blick.

„Gemeinde ohne Zukunft?“ bietet viele Impulse für die pastoraltheologische Debatte, die pastorale Planung wie auch Inspirationen für die konkrete Arbeit vor Ort. Vorschnelle und immer fertige Antworten gibt es aber nicht. Das wäre aber wohl auch gar nicht praktikabel.

Tags: Theologie

May 12 2013

17:00

Die Bibel als Remix

Die digitale Gesellschaft lanziert gerade eine neue Kampagne: Recht auf Remix. Mir gefällt daran, dass hier versucht wird mit konkreten, umsetzbaren Forderungen die vielfach verfahrene Urheberrechtsdebatte weiterzubringen. Ein Mittel der Kampagne ist, Unterzeichner_innen einzuladen, ihre Lieblingsremixes einzureichen, um damit auch deutlich zu machen, dass Vielfalt und Kreativität durch Remixen und Kopieren gefördert wird.

Ich konnte nun nicht widerstehen und musste da die Bibel einreichen. Das möchte ich hiermit (auch, weil auf Twitter schon wer nachgefragt hat) genauer begründen:

Die Bibel ist - literarisch betrachtet - ein Produkt verschiedenster, oft sogar unbekannter Autor_innen über eine lange Zeit. Exeget_innen tüfteln bis heute daran, die verschiedenen Textschichten herauszufiltern - sozusagen an der Rekonstruktion des Remixes. Natürlich gab es dann in den ersten Jahrhunderten des Christentums einen Kanonisierungsprozess und der Text ist so geworden, wie er uns jetzt überliefert ist, inklusive offizeller und nicht-offizieller Übersetzungsvarianten. Das ist aber eigentlich auch typisch für die Remix-Kultur. Ein Video z.B. von Maschek kombiniert die Fernsehbilder mit eigenem Text - wenn es aber einmal fertig ist, ist es ein eigenständiges Kunstwerk.

Diese literarische Sichtweise der Bibel tut dem viel weiteren Verständnis der Bibel von ChristInnen als Heilige Schrift und Offenbarung keinen Abbruch. Vielmehr glaube ich, dass diese Sichtweise auch neue Zugänge für heutige Menschen öffnen kann. Ein "kleines" Hemmnis gibt es aber: Im deutschsprachigen Raum ist nicht mal der Bibeltext wirklich frei zugänglich. Das glaubst du nicht? Die Offene Bibel erklärt es und arbeitet intensiv an Abhilfe.

Wer sich genauer für die Remix-Kampagne interessiert und mehr über weitere aktuelle netzpolitische Themen wissen mag, ist übrigens mit dieser Stunde Video der re:publica gut beraten:

Grafik CC by-sa http://rechtaufremix.org/

March 14 2013

19:45

Scheitern lernen

Ich habe heute meine Diplomprüfung der Theologie nicht geschafft. Naja, klar kann ich sagen, dass ich 2/3 (Pastoraltheologie und Diplomarbeit) hin gekriegt habe, aber das schwierige und umfangreiche Fach Moraltheologie muss ich noch vorm Sommer noch einmal machen.

Natürlich mache ich da Ursachenforschung: Tagesverfassung; Glück oder eben Pech bei den Fragen; ein durcheinander geratener Zeitplan beim Lernen (weil ich Ende Februar fast zwei Wochen krank war); ansich schlechte Work-Studium-Balance; die Aufregung gestern wegen unserem neuen Papst Franziskus ... whatever: Ich habe es nicht geschafft und vermutlich hat das eine Fülle von Ursachen.

Tröstlich mag auch irgendwie sein, dass ich nicht die einzige bin, die in der Moraltheologie durchgefallen ist. Tröstlich heute waren aber vor allem die vielen liebevollen Rückmeldungen meiner Studienolleg_innen vor Ort und genauso auf Twitter und Facebook. Riesengrosses Danke @ALL!

Theologie-Studieren war bisher für mich immer ein Weg aufwärts und vorwärts. Ich liebe dieses Studium und würde es wirklich jeder und jedem aus ganzem Herzen empfehlen. Die Theologie hat mir nicht nur interlektuell, sondern auch ganz persönlich ganz neue Welten eröffnet, die ich auf keinen Fall mehr missen möchte. Im Studium war ich bisher ganz gut, hatte doch meist recht gute Noten und nie ist mir die Freude am Studium abhanden gekommen, auch wenn ab und an was dabei war, was gerade nicht so spannend war. Im Studium habe ich das theologische Fragen gelernt und den Dingen auf den Grund zu gehen - was vielleicht als Grundhaltung viel wichtiger ist als das immer exakte Antworten-Bereithaben. Ich glaube auch, dass ich zu Recht sagen kann, dass ich eine echt gute Diplomarbeit geschrieben habe, auch wenn dieses Projekt etwas länger gedauert hat als üblich.

Nun stehe ich vor einer Kontrasterfahrung - und das ausgerechnet am Schluss. Ich habe heute auch gehört "Das hätte ich mir von Dir nicht erwartet". Und irgendwie trifft das ja auch, was ich mir von mir nicht erwartet hätte.

So ist es wohl an der Zeit nicht nur die Moraltheologie für den nächsten Prüfungstermin besser zu lernen, sondern mich auch die Erfahrung des Scheiterns einzuspüren - genau dort, wo ich es bisher anders erfahren habe als stetes selbstbewusstes Vorwärtsgehen. Ich will nun nicht sagen, dass ich noch nie wo gescheitert wäre (wer nicht?), aber neu ist für mich, dass mir das bei etwas passiert, was so sehr mit meinem eigenen ganz persönlichem Selbstverständnis verkoppelt ist wie das Theologie-Studium. Mal sehen was aus dieser neuen Erfahrung wird. Vielleicht gehört genau das noch dazu, um manche Euphorie ins rechte Licht zu rücken. Naja, das ist schwacher Trost: Ich bin schon traurig.

Foto: Flickr CC by-nd h.koppdelaney

Tags: Theologie

February 20 2013

13:48

Meine Diplomarbeit "Digital Natives und kirchliche Kommunikation" ist online

... und zwar hier im Blog auf einer eigenen Seite: http://andreame.at/diplomarbeit

Viel Vergnügen beim Schmöckern und Feedback wäre cool!

February 12 2013

20:24

Auf zu kirchehoch2

Der Koffer ist fast schon fertig gepackt, denn morgen fahre ich nach Hannover. Eingepackt sind auch Taschentücher-Berge, aber vom Schnupfen mag ich mich nicht abhalten lassen. Am Donnerstag vormittag ist kurz Touristinnenprogramm angesagt und dann geht es auch schon los mit kirchehoch2 - ein ökumenischer Kongress. Ich bin gespannt, ob der Funke der "fresh expressions of church" wirklich überspringt. Naja, ein bisserl ist das auf Twitter vorab ja schon passiert. Und wenn ich solche Artikel (PDF) lese, dann weiss ich schon, dass es gut ist, dass ich mir da die Zeit dafür nehme - und die Zeit im Zug zum Lernen nutze. Dort gibts ja sowieso kein Internet ;-)
Vor Ort ist das dann anders mit dem Internet und ich kann fleissig vom Kongress twittern und finde die anderen Twitterant_innen. Wer keine Tickets mehr bekommen hat oder aus sonst einem Grund bei kirchehoch2 nicht dabei ist, kann übrigens zu gewissen Zeiten Livestream gucken. Das könnte sich lohnen!

Update: Andrea Rehn-Laryea hat schon einige Blogeinträge zu kirchehoch2 zusammengesammelt.

Wäre ich nicht schon lange mit kirchehoch2 verplant, dann wäre ich am Sa. 16.2. nach Wien zur Demo des #refugeecamp gefahren. Ich werde aber jedenfalls an Euch denken und hoffe es werden viele, die da für Menschenrechte aufstehen!

August 02 2012

18:34

Das II. Vatikanisches Konzil und das Social Web (Ausschnitt Diplomarbeit)

2vatOffenbar macht es den Leser_innen meines Blogs, Freude, wenn ich vorab noch unfertige Teile meiner Diplomarbeit hier veröffentliche (wie hier). Ich profitiere selbst sehr von den kompetenten und anregenden Rückmeldungen. Insofern probiere ich es wieder.
Diesmal geht es um einen Abschnitt zum Zusammenhang zwischen Medien- und Kirchenbild vor dem Hintergrund der Ekklesiologie des II. Vatikanischen Konzils. Meine These ist, dass das Social Web zumindest partiell ein Aufgreifen dieser Theologie befördert.
Da das Umwandeln in html-fähigen Text bei den Fussnoten etc. sehr tricky und aufwendig ist, habe ich diesmal ein PDF genommen und hochgeladen. Ich freue mich über Kommentare!

Das II. Vatikanisches Konzil und das Social Web

Ich ersuche hier ausnahmsweise darum, das Dokument nicht weiterzuleiten, sondern bei Interesse ggf. auf diesen Blogeintrag zu verweisen. Mein Gefühl ist, dass das noch nicht ganz fertig ist und ich würde dann schon gerne primär irgendwann die Endversion im Web finden. Danke!

Foto: CC by-sa Lothar Wolleh

July 29 2012

11:32

Kommunikationschancen der Kirche mit Digital Natives (Ausschnitt Diplomarbeit)

Nachdem ich das letzte Mal als ich einen Ausschnitt meiner Diplomarbeit ins Netz gestellt habe (Der Begriff der Digital Natives) so gute Erfahrungen mit den anregenden Rückmeldungen gemacht habe, möchte ich das wieder tun. Dieser Abschnitt ist bezieht sich auf meine Schlussfolgerungen aus der Lektüre unterschiedlicher Untersuchungen, die alle mit den Sinusmodell arbeiten und die ich in den vorherigen Punkten detailiert dargestellt habe. Es ist vermutlich nur dann gut verständlich, wenn jemand dieses sozialwissenschaftliche Modell zumindest etwas kennt. Trotzdem möchte ich es probieren und freue mich über kritische Anmerkungen! Und ja: Es geht voran!

Foto: Flickr CC by re:publica 2012Foto: Flickr CC by re:publica 2012

Zusammenfassend werden hier einige zentrale Zusammenhänge aus den vorgehenden Darstellungen in Form von vier Thesen beleuchtet.

(1) Die Kirche hat, so die Ergebnisse der Sinusstudien, ein massives Kommunikationsproblem mit postmodernen Milieus, die Digital Natives sind. Internet und Social Web ist für sie ein selbstverständlicher Teil ihres Alltags, es ist mit ihrer Identität, ihren Beziehungen und ihrem Informationsmanagement verwoben. Kirche wird von Menschen mit postmodernem Lebensstil als alt, verstaubt und reformresistent wahrgenommen. Im Alltag gibt es kaum Berührungspunkte, weil sie keinen Nutzen in den Angeboten der Kirche sehen. Der Vergleich verschiedener Untersuchungen zeigt: Je kirchendistanzierter jemand ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er_sie Digital Native ist.

(2) Bemerkenswert ist, dass es offenbar postmoderne Milieus sind, die kirchliche Internetkommunikationsangebote sehr stark nachfragen, das macht der MDG-Trendmonitor deutlich. Das hat wenig mit ihrem religiösen Interesse zu tun. Vielmehr ist ihre intensive Internetnutzung dafür ausschlaggebend. „Internet-Aktivitäten, die den kirchlichen Mainstream anpeilen, gehen am Internet-Publikum weitgehend vorbei“ (Meier, Klaus, Positionierung der katholischen Kirche im Internet, in: Communicatio Socialis 3/2006, 292) hat Klaus Meier schon 2006 formuliert. Da mittlerweile aufgrund steigender Internetnutzer_innen insgesamt mehr Menschen im Internet unterwegs sind, ist natürlich auch der Nutzer_innenkreis religiöser Angebote breiter geworden. Es darf davon ausgegangen werden, dass sich dieser Bereich insgesamt differenziert hat. Doch intensive Social Web-Nutzer_innen sind primär postmoderne Milieus. Insofern darf geschlussfolgert werden, dass Social Media-Aktivitäten, die den kirchlichen Mainstream anpeilen, an der Dialoggruppe im Social Web weitgehend vorbeigehen. Die Ausnahme bilden dabei Jugendliche, denn diese kommunizieren alle - wenn auch in unterschiedlicher Form und Intensität - im Social Web.

(3) Gleichzeitig machen aber die Sinusstudien deutlich, dass es durchaus Chancen gäbe, einen positiven Kommunikationsraum mit diesen Milieus zu eröffnen, da sie mehrheitlich potentiell offen sind für Religion und noch mehr Glaube. Das Sinus-Institut nennt als grundlegende Veränderungstrendenzen unserer Gesellschaft drei Faktoren:

Modernisierung und Individualisierung: Öffnung des sozialen Raumes durch höhere Bildungsqualifikationen, steigende Mobilität und Kommunikation und dadurch erweiterte Entfaltungsspielräume und Wahlmöglichkeiten
Überforderung und Regression: Wachsende Überforderung und Verunsicherung durch den technologischen, soziokulturellen und ökonomischen Wandel, durch die Vielfalt der Möglichkeiten (Multioptionsparalyse) und die Entstandardisierung von Lebensläufen – mit der Folge von Orientierungslosigkeit und Sinnverlust, Suche nach Entlastung, Halt und Vergewisserung (Regrounding)
Entgrenzung und Segregation: Durch Globalisierung und Digitalisierung getriebenes Auseinanderdriften der Lebens- und Wertewelten, sozialhierarchische Differenzierung und wachsende soziale Deklassierungsprozesse, Erosion der Mitte, Entstehen einer kosmopolitischen Elite (One-World-Bewusstsein)

Es ist naheliegend, das Orientierungsangebote aus der christlichen Tradition in diesem Regrounding-Kontext auf Ressonanz stossen könnten. Die christliche Botschaft ist in der Lebenswelt der Postmodernen nicht irrelevant, das aktuell vorfindliche institutionelle Gefüge der Kirche verstellt aber in vielen Fällen die Möglichkeit einer positiven Kommunikation.

(4) Dass das Internet und das Social Web dabei eine erhebliche Rolle spielt, ist naheliegend. Manchmal finden sich sogar diesbezügliche explizite Appelle im Social Web. Expemplarisch sei hier der Blogger, Künstler und Medienjournalist Sebastian Baumer zitiert, der sich selbst als Atheist bezeichnet und schreibt:

Wäre ich die katholische Kirche, ich würde eine Webseite bauen lassen, auf der man die ganze Bibel lesen kann, schön übersichtlich gestaltet, mit einzelnen Kapiteln, Zusammenfassungen, Illustrationen und teuflisch schicker Typographie. Man könnte einzelne Textstellen markieren und twittern oder bei Facebook und sonstigen Social Networks posten. [...]
Wäre ich die katholische Kirche, dann würde ich einmal im Jahr einen Wettbewerb ausrufen, bei dem zeitgenössische Schriftsteller meine besten Stories (Mose und das Meer, Die Apokalyse, Adam und Eva etc.pp.) neu schreiben und vortragen, ohne irgendwelche Vorgaben. Die Texte gäbe es im Bundle mit den zugehörigen Originalen für jedermann kostenlos als Print- und eBook-Version. [...]
Wäre ich die katholische Kirche, ich würde alle meine abgefahren beeindruckenden Kirchen, Klöster und sonstigen Bauwerke weltweit in 3d photographieren und ne iOS-App bauen lassen, mit der man sie alle virtuell besichtigen kann. [...]
Wäre ich die katholische Kirche, ich würde sofort mehrere Kampagnen starten, in denen ich den Leuten klar machen würde, dass in der Vergangenheit zwar einiges schief gelaufen ist, aber dass meine Kernbotschaft von Nächstenliebe und sich nicht wie ein Scheißasi benehmen eigentlich ziemlich zeitlos gut ist, egal, ob man an den alten Mann in Himmel glaubt oder nicht.
Wäre ich die katholische Kirche, ich würde den Gottesdienst interaktiver und mit viel mehr Humor gestalten und würde jeden neu eingestellten Prediger dazu verpflichten, neben dem üblichen Beichtkram für die älteren Gläubigen einfach permanent für die Leute übers Netz erreichbar zu sein und bei Problemen aller Art zu helfen oder einfach nur zuzuhören.
Wäre ich die katholische Kirche, es könnte alles ziemlich cool werden, auch ohne den Inhalt groß zu verändern.

Ob der Weg der Glaubenskommunikation im Social Web aber überhaupt ein adäquater ist, kann allerdings nicht alleine auf der Ebene der Sozialwissenschaft verhandelt werden, sondern die Frage ist theologisch zu beantworten.

July 04 2012

18:16

Religiös sein in der Moderne ...

Religiös sein in der Moderne heisst nicht, von sich zu wissen, dass man geschaffen ist, sondern von sich zu wollen, dass man geschaffen sei. - Danièle Hervieu-Léger

Tags: Theologie

June 27 2012

17:01

Update!

update

Was es mit diesem Cartoon (via) und der Kirche auf sich hat, darüber habe ich im neuen Blog Freude und Hoffnung des Kommunikationsbüros der Katholischen Kirche in Oberösterreich geschrieben. Es geht um Updates, das II. Vatikanische Konzil und Open Source.

-->> http://freudeundhoffnung.wordpress.com/2012/06/27/update/

June 07 2012

12:24

Sozialwort 2.0. Alle nur noch IchAG? Soziale Bewegungen und das Internet

Am 1. Juni gab es im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen eine Live-Sendung bei DORF-TV, die ich moderiert habe. Thema war soziale Gerechtigkeit und das Internet. Mehr dazu gibt es unter http://kirche20.at/sozialwort nachzulesen.

May 09 2012

09:15

Der Begriff der Digital Natives II

Nachdem ich auf meinen ersten Beitrag zur Frage nach dem Begriff der Digital Natives so viel Feedback bekommen habe (Danke!), möchte ich die überarbeitete Form auch zur Verfügung stellen. Meine Diplomarbeit schreitet also voran, erfreulicherweise nicht nur an dieser Stelle. Beim Text ist aber zu bedenken, dass das ein Abschnitt aus der Arbeit ist, der etwas aus dem Zusammenhang gerissen ist, weil das davor und das danach hier fehlen. Irgendwann kommt aber sowieso die ganze Arbeit ins Netz..

Was sind Digital Natives? Der Begriff wurde von Marc Prensky geprägt, er greift den linguistischen Begriff der „Native Speaker“ auf und entwickelt ihn weiter. Als „Native Speaker“ werden Menschen verstanden, die in einer Sprache von der frühesten Kindheit aufgewachsen sind. „Digital Natives“ sind nach Prensky somit Menschen, die in einer Zeit erwachsen wurden, wo digitale Technologien wie Computer und das Internet bereits verfügbar waren. Entscheidend ist also das Alter der Personen. Das Gegenteil von „Digital Natives“ sind „Digital Immigrants“, die mit einem „Akzent“ in den virtuellen Welten unterwegs sind. Sie drucken beispielsweise Emails häufiger aus, können Informationen nicht so schnell verarbeiten und sind weniger multitasking-fähig. Prensky erklärt die Unterscheide mit Veränderungen im Gehirn.

Ähnlich wie in der linguistischen Debatte der Begriff der „Native Speakers“ umstritten ist (1), ist es auch der Begriff der „Digital Natives“. Der Begriff der Digital Natives, ebenso wie die synonym verwendeten Begriffe „Generation Y“, „Net Generation“ und „Millenials“, wird von vielen Medienwissenschaftler_innen auf Basis von Untersuchungen des Medienverhaltens kritisch gesehen (2). Ob sich das Nutzungsverhalten von älteren Personen, die intensiv das Social Web nutzen, qualitativ von dem der jüngeren Generation unterscheidet, ist umstritten. Vieles deutet darauf hin, dass das Alter als einziges Differenzierungskriterium auch für diese Frage wie andere gesellschaftliche Fragen nicht geeignet ist. Es gibt auch jüngere Personen, die ein Kommunikationsverhalten von „Digital Immigrants“ zeigen oder sogar „Digital Outsiders“ sind ebenso wie es Ältere gibt, die das Netz in einer Weise nutzen wie es Marc Prensky nur den Jüngeren zuschreibt.

Gründe für das prominente, aber problematische Labeling der Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegen nach Susan Herring in der zu starken Erwachenenperspektive, die einen “generational divide” konstruiert. Jan Schmidt spricht davon, dass damit die Vorstellung aus den 1990er-Jahren reproduziert werde, dass Internet sei ein „eigener Raum, ein 'Cyberspace' mit eigenen Gesetzen, Riten und Normen, der losgelöst von der 'realen Welt' existiere“.

Ein anderer möglicher Zugang zu dieser Frage ist nicht eine nutzungs- sondern eine stärker wertorientierte Sichtweise der Menschen, die intensiv das Internet und Social Web nutzen. Bekannt geworden ist dazu im deutschsprachigen Raum der Ansatz des Organisationspsychologen und Unternehmensberaters Peter Kruse, der sich auf der re:publica7 2010 mit dieser Frage beschäftigte. Kruse hat in einer repräsentativen Untersuchung „heavy users“ nach ihren Werten befragt und kristallisierte zwei Gruppen heraus: Die „Digital Residents“ und die „Digital Visitors“. Das Alter ist hier nicht das Unterscheidungskritierium, die Zweiteilung geht quer durch alle Generationen. Es geht bei diesen zwei Gruppen von intensiven Internetnutzer_innen um signifikante Unterschiede in den Werthaltungen und einen unterschiedlichen Umgang mit dem Internet. „Digital Resident“ zu sein nach Kruse, ist eine Werthaltung, kein Geburtsrecht. „Digital Residents“ leben weitgehend - sowohl beruflich wie privat - im Web, sie bringen eine große Offenheit für den Austausch mit und sehen die Online-Kontaktpflege mit anderen Menschen gleichwertig zu Kontaktpflege offline. Sie wollen gestaltend eingreifen. „Digital Visitors“ gehen nur ins Internet, wenn sie schnell und aktuell praktische Informationen erhalten wollen. Beziehungen bauen sie erst in der Offline-Welt auf bevor sie sie im Social Web weiterpflegen.

Wertorientiert ist auch die neue Studie des Deutschen-Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), die mit dem Sinusmodell arbeitet. Die DIVSI-Studie legt eine Differenzierung der bundesdeutschen Bevölkerung in „Digital Outsiders“, „Digital Immigrants“ und „Digital Natives“ nahe. Sie gibt allerdings keine Auskunft darüber, ob sie bei der Auswahl der zusammenfassenden Beschreibung der Internet-Milieus auf die dargestellte Debatte rund um die Begrifflichkeiten Bezug nimmt oder nicht. Die drei Segmente bzw. die sieben Internetmilieus entstanden auf Basis von qualitativen, repräsentativen Interviews. Die Gruppen werden wie folgt gefasst:

Digital Outsiders (39 Prozent): Sie sind entweder offline oder verunsichert im Umgang mit dem Internet. Ausgehend von 72 Millionen Menschen in Deutschland ab 14 Jahren, stellt das Internet für 27 Millionen eine digitale Barriere vor einer Welt dar, von der sie sich ausgeschlossen fühlen.
Digital Immigrants (20 Prozent): Sie bewegen sich regelmäßig, aber sehr selektiv im Internet. Sie sind in der digitalen Welt nicht aufgewachsen und stehen vielen Entwicklungen sehr skeptisch gegenüber, insbesondere wenn es um das Thema Sicherheit und Datenschutz im Internet geht.
Digital Natives (41 Prozent): Für sie stellt die digitale Welt einen wesentlichen Teil des Lebens dar. Sie bewegen sich im Internet wie ein Fisch im Wasser – mit dem Lebensmotto „ich surfe also bin ich“. Sie stehen dem Internet sehr positiv gegenüber und sehen die fortschreitende Digitalisierung primär als persönliche Chance.“

Insgesamt ergibt sich für die Begrifflichkeiten ein mehr als unstimmiges Bild. Offenbar ist „Digital Native“ in der wissenschaftlichen Debatte weniger ein klar bestimmter Begriff als eine häufig verwendete Metapher, die eine gesellschaftliche Veränderung anzeigt. Jedenfalls scheint es gute Gründe zu geben, eine rein am Hineingeborensein ins digitale Zeitalter orientierte Definition des Begriffes nicht vorzunehmen, da dieses Kriterium alleine dem Phänomen nicht gerecht wird. Festzuhalten ist auch, dass es Forschungsbedarf rund um den Begriff der „Digital Natives“ gibt, gerade auch, weil dieser gesellschaftlich so populär verwendet wird.

Für die vorliegende Arbeit, die sich nicht ausschließlich mit Fragestellungen der Jugendpastoral beschäftigt und die in der grundsätzlichen Fragestellung auf wertorientierte Kommunikation abzielt, sind wertorientierte Ansätze der Begriffsbestimmung sinnvoller. Die DIVSI-Studie arbeitet mit dem Sinusmodell, das in der weiteren Folge dieser Untersuchung relevant ist und im folgenden Abschnitt genauer dargestellt wird, weil hier theologisch diskutierte Zielgruppenuntersuchungen für die Fragestellungen der Kirche und Glaubenskommunikation vorliegen. Aus diesem Grund verwende ich in der weiteren Diskussion den Begriff der „Digital Natives“ in der Fassung der DIVSI-Studie. Die von Peter Kruse vorgeschlagene und in der Argumentation sehr plausible Differenzierung findet sich dort in gewisser Weise auch wieder, weil es insgesamt sieben Internetmilieus gibt und die „Digital Natives“ noch einmal unterschieden werden. Das Milieu der „Digital Souveränen“ kommt vermutlich jener Gruppe, die Kruse „Digital Residents“ nennt in der Wertorientierung am nächsten. Ob das aber wirklich so ist, kann aber in diesem Rahmen nicht nachvollzogen werden, weil von Kruse nur sehr eingeschränkt Studienmaterialien öffentlich zugänglich vorliegen und der Abgleich zweier unterschiedlicher empirischer Forschungsansätze den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

(1) Vgl. Tronnier, Nemo, Rekonstruktion jugendlicher Erfahrungsräume im Internet, Norderstedt 2011, 5
(2) Ein prominenter Kritiker ist der Pädagogikprofessor Rolf Schulmeister, der verschiedene Studien zur Mediennutzung verglichen hat und daraus schlussfolgert, dass es keine Belege für eine andere Mediennutzung junger Menschen gibt. Vgl. Schulmeister, Rolf, Gibt es eine »Net Generation«?, Hamburg 2009

Foto Flickr CC by-sa Gideon Burton

Besser? Ich freue mich über weitere Rückmeldungen!

May 05 2012

19:34

Erfolgserlebnis

Hach, es ist schon einfach Erfolgserlebnisse zu kreiieren. So schaut der aktuelle Text meiner Diplomarbeit im Wordle aus. Witzig finde ich, dass das Tool mit den _innen nicht zurecht kommt und das als eigenes Wort wertet.
Sonst bin ich auch ganz zufrieden, denn es geht voran mit dem Ding :-)

April 04 2012

19:33

Arenen der Neukodierung von Öffentlichkeit und Privatheit

Meine heutige Erkenntnis beim Diplomarbeiten ist eine Strukturanalogie:

Religion als eine der zentralen Arenen in der Auseinandersetzung in der Konstituierung von Privatheit und Öffentlichkeit in modernen Gesellschaften.
Das Internet ist eine der zentralen Arenen in der Auseinandersetzung in der Konstituierung von Privatheit und Öffentlichkeit in modernen Gesellschaften.

Was eigentlich sonst noch?

March 24 2012

11:12

Tags zur Kommunikation der Kirche mit Digital Natives

Ich habe mir für meine Diplomarbeit mal eine Tagcloud gemacht, die für mich fast ein bisschen ein Resümee dessen ist, wie die Kommunikation der Kirche mit Digital Natives gelingen kann.

Ist das schlüssig? Was fehlt?

March 14 2012

14:21

Mitschrift von der Ringvorlesung II. Vatikanisches Konzil

An der Katholisch-Theologischen Privatuniversität findet derzeit eine höchst spannende Vorlesungsreihe zum Beitrag der Theologie zum II. Vatikanischen Konzil statt, die ich nur allen herzlich empfehlen kann. Es sind auch immer sehr viele Leute dort.

Da ich weiss, dass meine Mitschriften recht beliebt sind, gibt es diese von dieser Ringvorlesung auch hier im Blog, auch wenn das für mich jetzt keine "typische" Lehrveranstaltung ist, sondern ich da nur aus reinem Interesse dabei bin. Ob ich es immer schaffe, weiss ich noch nicht, aber wenn ich dort bin, werde ich die Mitschriften hier zur Verfügung stellen.

Unten findet sich gleich doppelt meine Mitschrift vom Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Peter Walter und der von Univ. Prof. Dr. Günther Wassilowsky, wie immer unkorrigiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Zusammenfassende Berichte gibt es auf der Diözesanhomepage hier und hier.

AnhangGröße II.Vat_. Ringvorlesung.pdf55.14 KB
Tags: Theologie
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