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January 24 2012

20:10

Social Media. Kommunikationsräume mit Digital Residents eröffnen

Heute habe ich im Rahmen des interdisziplinären Oberseminars an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz einen Vortrag (mehr oder minder) über das Thema meiner pastoraltheologischen Diplomarbeit gehalten.

Ich glaube, das ist ganz gut gelaufen und war interessant für die Teilnehmenden. Jedenfalls habe ich selbst viele spannende Anregungen bekommen und hätte natürlich gleich wieder mindestens fünf weitere Themen für Diplomarbeiten und so. Naja, so ist das halt ;-) Ich bleibe trotzdem bei meinem Thema und hoffe, das ich das energietechnisch hinkriege, das Ding dann auch wirklich zu schreiben und nicht nur drüber vorzutragen und zu diskutieren.

Hier gibts die Slides dazu:

Wer weitere Fragen hat und überhaupt ganz was anders meint: Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und Kritik!

Foto Flickr CC by-nc-sa waferbaby

January 10 2012

23:20

Endlich: Fotoshop by Adobé

Fotoshop by Adobé from Jesse Rosten on Vimeo.

Die Lösung aller Probleme. Warum haben wir dafür bis 2012 warten müssen? ;-)

via cypher / fscklog

July 25 2011

12:15

July 31 2010

16:20

Österreich ist geil!

Das Lied bzw. Video zum Wochenende:
Österreich ist geil und ich bin dabei ...

via Twitter WernerReisinger

June 10 2010

11:37

Der männliche Fußballgott tummelt sich wieder

[Erstveröffentlichung auf ThemaTisch]

Selbst ich, die da einen hohen Wahrnehmungsfilter "eingebaut" hat, kann an der Tatsache, dass die Männerfußball-WM ansteht nicht vorbei. Alle meine Medienkanäle, online wie offline, sind voll mit dem Thema. Manchmal nervt mich das, manchmal finde es ganz amüsant, weil ich somit Einblicke in eine mir fremde Welt bekomme. Und sowas macht dann doch neugierig, drum hier einige Beobachtungen:

Gott Fußball
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Als Theologin fällt mir natürlich auf, dass sich die Beiträge zu Kirche und Fußball und zur theologischen Relevanz von Fußball in dieser Zeit häufen. Vermutlich steht Fußball paradigmatisch für eine Populärkultur, die durchzogen ist von kulturellen Momenten der Religionen, an deren Mustern sie partizipiert. Ansgar Kreutzer* vertritt die These, dass sich im Fußballsport "die durch Zweckrationalität geprägte Gesellschaft" das "Scheitern ihres eigenen Machbarkeitsmythos" in mythisch-ritueller Form inszeniert. Da überrascht es dann nicht, dass die ganze Palette religiösen Vokabulares im Sprechen über Fußball vorkommt. Allerdings wäre es verfehlt deswegen und wegen religiöser Verhaltensformen am Fußballplatz Religion und Fußball 1:1 zu identifizieren. Beim Fußball ist es nie klar, wer gewinnt. Beim Fußball wird eine "Sensibilität für das Unverfügbare" sichtbar, dass nur Religion und Theologie kulturvieren können. Mit dieser Wahrnehmung kann ich mich auch als eine, die noch nie am Fußballplatz war, identifizieren.

Männerfußball

Es ist schon bemerkenswert, dass alle von der "Fußball-WM" sprechen und damit die Männerfußballweltmeisterschaft meinen als ob Frauen gar nicht Fußball spielen würden. Darin wird meines Erachtens besonders deutlich wie sehr die gesellschaftliche Wahrnehmung noch immer geprägt ist von der Wahrnehmung des Männliches als das Normale, die Regel und dem Weibliches als die Ausnahme, dem Sonderfall. Dazu sei im Kontext des oben zum Gott Fußball gesagten die unlängst leider verstorbene feministische Theologin Mary Daly mit ihrem bekanntesten, aber immer wieder bedenkenswerten Satz zitiert: "Wenn Gott männlich ist, ist das Männliche Gott".**
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Afrika als Medien- und Gesellschaftsthema

Und noch einen ganz anderen Aspekt möchte ich ansprechen: Gestern war wohl einer der besten Club2 (Abrufbar in der ORF TVThek) ever und es ist nur ein Highlight in der Berichterstattung über Afrika. Ich finde es uneingeschränkt gut, dass dieser Kontinent wegen der Männerfußball-WM erstmals wirklich Thema ist, in Mainstream-Medien und in der alternativen Medienszene. Besonders bemerkenswert ist, dass ich die Berichterstattung erstaunlich differenziert erlebe. Die erhöhte Aufmerksamkeit wird auch begleitet von vielen Projekten zum Thema Afrika, die Fragen der Entwicklungszusammenarbeit, aber auch des Lebens von AfrikanerInnen hierzulande ansprechen. Zu hoffen bliebt, dass das Interesse sich nach dem Sportevent nicht wieder gegen Null bewegt, sondern dass da etwas überbleibt und zu unser aller differenzierteren Wahrnehmung beiträgt.

* Kreutzer, Ansgar, Wie gnädig ist der Fußballgott? Der Fußballplatz als religiöser Ort, in: Boelderl, Artur, Eder, Helmut, Kreutzer, Ansgar (Hgg.), Zwischen Beautyfarm und Fußballplatz. Theologische Orte in der Populärkultur, Linz 2005, 203 - 224
** Daly, Mary, Jenseits von Gott Vater, Sohn und Co. Aufbruch zu einer Philosophie der Frauenbefreiung, München 1986

Foto: teliko82

April 18 2010

14:34

Neubarbeitung kultureller Codes: Und wo sind sie, die Frauen?

Ich finde es immer wieder spannend, wie sehr die kulturellen Codes des Christentums Eingang in die digitale Kultur finden. Zu solch einem Code ist "Das Abendmahl" von Leonardo da Vinci geworden, ich denke es prägt mehr als alle anderen Bilder unsere Vorstellung davon, wie das war als Jesus mit seinen Freund_innen zusammen das letzte Mal getrunken und gegessen hat. Falls ich mich recht entsinne, ist es auch bei "Sakrileg" Ausgangspunkt von allerlei Spekulationen.

Auf Soup habe zwei Varianten dieses kulturellen Codes gefunden, die ich beide für bemerkenswert halte.

Hier stellt sich der_die Macher_in offenbar die Abendmahlszene als Disco-Event der 1970er vor. Maybe, aber mich wundert, dass da dann auch gegessen wird ;-)

Noch interessanter ist die Adaption, die wohl auch auf die Person Leonardo Da Vincis anspielt, der an der Schwelle der neuzeitlichen Naturwissenschaft steht. Die Körperpositionen sind aber verändert, Einstein in der Mitte steht und auch so manch anderes stimmt nicht. Ist das Photoshop geschuldet oder Absicht? Ich weiss es nicht, aber finde es es jedenfalls interessant. Diese Darstellung macht die Frage auf, ob nicht unsere Technik- und Fortschrittsgläubigkeit die gute Botschaft des letzten Abendsmahls, es gibt Heil, Rettung, es ist genug für alle da, ersetzt hat. Ja: Dialektik der Aufklärung.

Was mich aber in beiden Varianten, die mir da zufällig untergekommen sind, wirklich stört, ist, dass ausser (wenn ich das richtig sehe) Marie Curie keine einzige Frau in dieser illustren Runde vorkommt. Die Frage stellt sich umso mehr, da mir neuerdings bei einer Diskussionsveranstaltung bewusst geworden ist, dass konservative Kirchenkreise - fernab jedes wissenschaftlichen, historisch-kritischen Umgangs mit der Bibel - den Ausschluss von Frau vom Priesterinnenamt damit argumentieren, dass bei letzten Abendmahl ja nur Männer dabei gewesen wäre - und dabei die herausragende Rolle, die Frauen in der frühen Kirche gespielt haben, glattweg ignorieren.

Da gefällt mir dann doch die künstlerische Interpretation von Renée Cox, einer amerikanischen Künstlerin jamaikanischer Herkunft, besser, die ihr Werk Yo Mama’s Last Supper genannt hat. Die Frau, in ihrer Nacktheit und Verletztlichkeit, steht da im Mittelpunkt.

Und: Was gefällt euch?

14:34

Neubarbeitung kultureller Codes: Und wo sind sie, die Frauen?

Ich finde es immer wieder spannend, wie sehr die kulturellen Codes des Christentums Eingang in die digitale Kultur finden. Zu solch einem Code ist "Das Abendmahl" von Leonardo da Vinci geworden, ich denke es prägt mehr als alle anderen Bilder unsere Vorstellung davon, wie das war als Jesus mit seinen FreundInnen zusammen das letzte Mal getrunken und gegessen hat. Falls ich mich recht entsinne, ist es auch bei "Sakrileg" Ausgangspunkt von allerlei Spekulationen.

Auf Soup habe zwei Varianten dieses kulturellen Codes gefunden, die ich beide für bemerkenswert halte.

Hier stellt sich der_die Macher_in offenbar die Abendmahlszene als Disco-Event der 1970er vor. Maybe, aber mich wundert, dass da dann auch gegessen wird ;-)

Noch interessanter ist die Adaption, die wohl auch auf die Person Leonardo Da Vincis anspielt, der an der Schwelle der neuzeitlichen Naturwissenschaft steht. Die Körperpositionen sind aber verändert, Einstein in der Mitte steht und auch so manch anderes stimmt nicht. Ist das Photoshop geschuldet oder Absicht? Ich weiss es nicht, aber finde es es jedenfalls interessant. Diese Darstellung macht die Frage auf, ob nicht unsere Technik- und Fortschrittsgläubigkeit die gute Botschaft des letzten Abendsmahls, es gibt Heil, Rettung, es ist genug für alle da, ersetzt hat. Ja: Dialektik der Aufklärung.

Was mich aber in beiden Varianten, die mir da zufällig untergekommen sind, wirklich stört, ist, dass ausser (wenn ich das richtig sehe) Marie Curie keine einzige Frau in dieser illustren Runde vorkommt. Die Frage stellt sich umso mehr, da mir neuerdings bei einer Diskussionsveranstaltung bewusst geworden ist, dass konservative Kirchenkreise - fernab jedes wissenschaftlichen, historisch-kritischen Umgangs mit der Bibel - den Ausschluss von Frau vom Priesterinnenamt damit argumentieren, dass bei letzten Abendmahl ja nur Männer dabei gewesen wäre - und dabei die herausragende Rolle, die Frauen in der frühen Kirche gespielt haben, glattweg ignorieren.

Da gefällt mir dann doch die künstlerische Interpretation von Renée Cox, einer amerikanischen Künstlerin jamaikanischer Herkunft, besser, die ihr Werk Yo Mama’s Last Supper genannt hat. Die Frau, in ihrer Nacktheit und Verletztlichkeit, steht da im Mittelpunkt.

Und: Was gefällt euch?

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